Volker Treier_Reaktion

Venezuela: Politische Krisen sind Gift für die Weltwirtschaft

Zu den wirtschaftlichen Folgen der Entwicklungen in Venezuela sagt DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier:

06.01.2026 - "Wirtschaftliche Beziehungen zwischen Deutschland und Venezuela existieren nur noch auf sehr niedrigem Niveau. Derzeit sind nur noch wenige deutsche Unternehmen vor Ort. Gründe dafür sind die allgemein desolate wirtschaftliche Lage und Sorgen um die Rechtssicherheit. Deshalb sind die unmittelbaren Auswirkungen der aktuellen Entwicklungen auf deutsche Unternehmen sehr überschaubar. Die venezolanische Wirtschaft ist seit mindestens einem Jahrzehnt im Sinkflug. Das BIP des Landes hat sich zwischen 2012 und 2020 nahezu gezehntelt.

Wie die Lage vor Ort sich weiterentwickelt, ist derzeit nicht absehbar. Insofern kann auch über zukünftige wirtschaftliche Beziehungen jetzt noch keine belastbare Aussage getroffen werden. Politische Krisen, bewaffnete Konflikte und plötzliche geopolitische Verschiebungen bergen grundsätzlich die Gefahr erheblicher wirtschaftlicher Verwerfungen. Das ist Gift für die Weltwirtschaft: Es steigert die Unsicherheit und setzt das ohnehin fragil gewordene Prinzip des regelbasierten wirtschaftlichen Austauschs weiter unter Druck."

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Porträtbild Petra Blum, Pressesprecherin

Petra Blum

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