Strommasten im Nebel

Wie soll das Strommarktdesign der Zukunft aussehen?

Der steigende Anteil der erneuerbaren Energien am deutschen Strommix ist gut für den Klimaschutz, birgt aber Herausforderungen für das Stromsystem. Die DIHK hat im September 2024 eine Einschätzung der Vorschläge zum Strommarktdesign aus dem Bundeswirtschaftsministerium vorgenommen.

Für seine Konsultation zum "Strommarktdesign der Zukunft" hatte das Bundeswirtschaftsministerum die Verbände um eine Einschätzung gebeten. In ihrer Stellungnahme spricht sich die DIHK grundsätzlich dafür aus, auf den marktwirtschaftlichen Ausbau der Erneuerbaren zu setzen. Der Strommarkt biete ausreichende Absicherungsmöglichkeiten für Investoren.

In ihrer Stellungnahme spricht sich die DIHK grundsätzlich dafür aus, auf den marktwirtschaftlichen Ausbau der Erneuerbaren zu setzen. Der Strommarkt biete ausreichende Absicherungsmöglichkeiten für Investoren. Zudem hält die DIHK die vom Bundeswirtschaftsministerium vorgelegten Optionen für zu komplex und plädiert für eine einfacher umsetzbares Modell, das Bürokratie abbaut, Marktsignale wirken lässt und noch für eine Übergangszeit Förderungen bietet. Den vorgeschlagenen Kapazitätsmechanismus bewertet die DIHK kritisch. 

Komplexität und Fehlsteuerungen vermeiden

Die Kernaussagen im Überblick

  • Marktgetriebener Ausbau erneuerbarer Energien ist möglich, die Überbetonung von Förderbedarfen bewirkt Verzerrungen.
  • Eine einfache, begrenzte Investitionsprämie ist als Übergangsinstrument zu bevorzugen.
  • Termin- und PPA-Märkte sind wichtige Absicherungsinstrumente, die nicht durch staatliche Garantien verdrängt werden sollten.
  • Differenzverträge schwächen Marktpreissignale und die Funktion des deutschen Terminmarkts als "Leitwährung".
  • Zentrale Kapazitätsmärkte und kombinierte Modelle erhöhen die Komplexität, Kosten und das Risiko von Fehlsteuerungen und Überdimensionierung.
  • Falls Kapazitätsmechanismen eingeführt werden, dann europäisch eingebettet; nationale Alleingänge und lange Beihilfeverfahren gefährden Planungssicherheit.
  • Bürokratiearme, schnell umsetzbare Lösungen sind zu bevorzugen; Marktsignale sollten die Anlagenkonfiguration leiten.
  • Betriebskostenförderungen mit Rückzahlungspflichten erhöhen Risiken und Kostengebote; Investitionszuschüsse vermeiden das eher.

Download

Die gesamte DIHK-Stellungnahme mit zahlreichen weiteren Detaileinschätzungen zum Strommarktdesign der Zukunft finden Sie hier:

Strommarktdesign der Zukunft (PDF, 2 MB)

Das zugrundeliegende Papier gibt es auf der Website des  Bundeswirtschaftsministeriums.

Relevant im Themenfeld:

Ansprechpartner

Wenz, Niclas

Dr. Niclas Wenz

Referatsleiter für Strommarkt, erneuerbare Energie und nationalen Klimaschutz

Löffelholz, Julia_test

Julia Löffelholz

Pressesprecherin