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Deutsche Wirtschaft bei Entwicklungspolitik einbinden

Anlässlich der vom Bundesentwicklungsministerium (BMZ) vorgestellten Reform der deutschen Entwicklungspolitik fordert die DIHK eine stärkere Einbindung der deutschen Wirtschaft. Dass wirtschaftliche Zusammenarbeit als Ziel verankert wird, ist ein wichtiger Schritt.

Unter dem Titel „Zukunft zusammen global gestalten“ hat BMZ-Ministerin Reem Alabali Radovan Eckpunkte für eine Reform der deutschen Entwicklungspolitik vorgelegt. Für die DIHK ist dabei entscheidend, wie die angekündigte stärkere Rolle der wirtschaftlichen Zusammenarbeit konkret ausgestaltet und in der Praxis umgesetzt wird.

Reaktion von Volker Treier

„Es ist ein guter Schritt nach vorne, dass das BMZ bei der Konzeption von Projekten die Potentiale für die deutsche und europäische Wirtschaft mitdenken will“, sagt DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier. Auch mit Blick in die Weltregionen werden Partnerschaften auf Ebene der Unternehmen als Schwerpunkte zukünftiger Aktivitäten des BMZ skizziert. 

„Wichtig ist jetzt, dass das BMZ bei der Umsetzung seiner Vorhaben konsequenter als bisher darauf achtet, bestehende Strukturen der deutschen Außenwirtschaftsförderung einzubeziehen“, so Treier. Dazu gehörten Kammern, Fachverbände und Ländervereine hierzulande ebenso wie das Netzwerk deutscher Auslandshandelskammern vor Ort. „Denn der Erfolg deutscher Unternehmen hängt davon ab, dass ihnen das gesamte Spektrum an Instrumenten, Netzwerken und Kompetenzen zur Verfügung steht. Diese Verzahnung von Außenwirtschaftsförderung und Entwicklungszusammenarbeit ist nicht nur für unsere Unternehmen von großer Relevanz – sie ist auch bedeutend für ein schlüssiges Erscheinungsbild Deutschlands in den Partnerländern.“ 

Treier betont in diesem Zusammenhang, dass andere Länder mit der Entwicklungszusammenarbeit gezielt nationale wirtschaftliche Interessen durchsetzen – mit klaren Prioritäten auf Handel und Investition. In den EU-Ländern fließen beispielsweise durchschnittlich mehr als 30 Prozent der Ausgaben für die Entwicklungszusammenarbeit den eigenen Unternehmen zu, in Japan sind es über 70 Prozent. In Deutschland liegt dieser Wert deutlich darunter. “Hier sollten wir im Interesse unserer Unternehmen aufholen und sie besser in die Entwicklungspolitik einbinden”, so der DIHK-Außenwirtschaftschef. 

Dementsprechend fordert die DIHK in ihrem Impulspapier von Oktober 2025 einen Paradigmenwechsel der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. 

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Heiko Schwiderowski

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Dominik Ohlig

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