01.09.2025 „Die Bertelsmann-Studie unterstreicht: Junge Menschen sehen die duale Ausbildung als attraktiven Karriereweg – und die deutschen Betriebe engagieren sich mit großem Einsatz, um ihnen die Berufsausbildung zu ermöglichen. Wenn dennoch viele Plätze unbesetzt bleiben, liegt das vor allem an mangelnder beruflicher Orientierung auf dem Weg zum passenden Ausbildungsplatz. Hier gilt es vor allem während der letzten Schuljahre anzusetzen.
Wir brauchen dringend eine verpflichtende Berufsorientierung an allen Schulen – unter möglichst starker Beteiligung von Unternehmen und Fachkräften aus der betrieblichen Praxis. Gymnasien dürfen nicht einseitig über das Studium, sondern müssen auch über die sehr guten Beruflichen Perspektiven und Verdienstmöglichkeiten der beruflichen Bildung informieren. Die bundesweite Kampagne „Ausbildung macht mehr aus uns“ der Industrie- und Handelskammern (IHKs) zeigt, wie sehr die duale Ausbildung Jugendliche und Betriebe gleichermaßen voranbringt und wie entscheidend sie für die Fachkräftesicherung in unserem Land ist.
Richtig ist, dass Unterstützungsmaßnahmen zur Ausbildung junger Menschen mit Förderbedarf in den Betrieben noch zu selten genutzt werden. Die IHKs engagieren sich dafür, dass Angebote wie die Assistierte Ausbildung oder Mentorenprogramme wie VerAplus ausgeweitet und noch bekannter werden. Ein besonders wirksames Instrument für den Einstieg in Ausbildung ist die betriebliche Einstiegsqualifizierung. Junge Menschen, die noch nicht voll für eine klassische Ausbildung geeignet sind, erhalten hier die Möglichkeit, in vier bis zwölf Monaten Teile eines Ausbildungsberufes, einen Betrieb und das Berufsleben kennenzulernen. Danach werden viele von ihrem Betrieb in eine reguläre Ausbildung übernommen.”
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Veröffentlicht 01.09.2025
Aktualisiert 18.12.2025
Pressekontakt
Dominik Ohlig
Pressesprecher – Chef vom Dienst