Vor einer Ölleitung stehen Fässer mit der Iran-Flagge besprüht.

Nahost: Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft

Militärische Auseinandersetzungen, gesperrte Lufträume, unterbrochene Transportwege: Die Ereignisse im Nahen Osten seit dem 28. Februar haben auch für deutsche Unternehmen erhebliche Folgen und werden mit großer Aufmerksamkeit und Sorge verfolgt.

Der aktuelle Konflikt um den Iran verschärft die Unsicherheit für die deutsche Wirtschaft – weit über die Region hinaus. Die am 8. April getroffene Vereinbarung einer zweiwöchigen Waffenruhe umfasst unter anderem eine Öffnung der Straße von Hormus. Den Betrieben stellen sich Fragen rund um Energiepreise, Lieferketten und politische Risiken, die Investitionsentscheidungen bremsen, aber nach wie vor auch zur Mitarbeitersicherheit.

"Die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Konflikts sind für die deutschen Unternehmen nicht abschließend absehbar – aber die Risiken steigen spürbar", sagte DIHK-Präsident Peter Adrian Anfang März. Das gilt nach wie vor. Der starke Anstieg der Öl- und Gaspreise und Lieferkettenprobleme beeinträchtigen die Unternehmen empfindlich, wenngleich die vereinbarte Waffenruhe Hoffnung auf sinkende Energiepreise und funktionierende Lieferketten macht.

"Selbst wenn die Straße von Hormus nun wieder geöffnet werden und offen bleiben sollte: Störungen in den Transportwegen und Schäden an den Energieinfrastrukturen wirken länger nach."

Volker Treier am Geländer 2022

Dr. Volker Treier

-- Außenwirtschaftschef | Mitglied der Hauptgeschäftsführung

Rund 1.800 deutsche Unternehmen sind in den Staaten des Golfkooperationsrates (GCC) aktiv – in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, Oman, Kuwait, Bahrain und Katar. Für viele Unternehmen, gerade kleinere und mittlere Betriebe, ist die Region ein wichtiger Markt und Investitionsstandort. Entsprechend eng sind die wirtschaftlichen Verflechtungen. 

In diesem Dossier haben wir Zahlen, Fakten und Einschätzungen sowie praktische Hinweise für Unternehmen zusammengestellt, die wir laufend aktualisieren.

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  • Außenwirtschaft

Alle Inhalte dieses Dossiers

Dubai bei Nacht

DIHK-Sonderauswertung: Nahost-Konflikt als massiver Stresstest für die globale Wirtschaft

Der Konflikt im Nahen Osten belastet die Geschäfte deutscher Unternehmen im Ausland massiv. Kosten steigen, Investitionen werden zurückgestellt und Lieferketten geraten unter Druck.

Datum der Veröffentlichung 15.04.2026
DIHK-Präsident Peter Adrian

Entlastungen sind richtig und überfällig

Zu den Ergebnissen des Koalitionsausschusses sagt DIHK-Präsident Peter Adrian

Datum der Veröffentlichung 13.04.2026
Volker Treier ernst 2022

Iran-Konflikt: Die Lage bleibt sehr angespannt

Unabhängig von den extrem ungewissen Perspektiven im Iran-Konflikt ist die deutsche Wirtschaft schon heute stark von dessen Folgen betroffen. Die DIHK fordert einmal mehr, den Unternehmen in dieser zugespitzten Lage wenigstens die hausgemachten Hürden aus dem Weg zu räumen.

Helena Melnikov_Reaktion

Die wirtschaftliche Erholung in Deutschland gerät massiv unter Druck

DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov zur Gemeinschaftsdiagnose der Forschungsinstitute

Datum der Veröffentlichung 01.04.2026

"WirtschaftsWissen", Folge 59: Energiepreise im Ausnahmezustand – Welche Maßnahmen jetzt wirklich helfen

Auch wenn nur ein geringer Teil der Erdgas- und Erdöllieferungen für Deutschland über die aktuell blockierte Straße von Hormus führt, trifft der dramatische weltweite Anstieg der Energiepreise im Zuge des Nahost-Konflikts die hiesige Wirtschaft doch empfindlich. Wie kann gegengesteuert werden?

Datum der Veröffentlichung 27.03.2026
Mann mit Zapfhahn steht am Einfüllstutzen seines LKW an der Tankstelle

Energiesteuern noch vor Ostern auf EU-Mindestniveau senken

Um die deutschen Unternehmen in der aktuell schwierigen Situation zu entlasten, sollte die Bundesregierung die Energie-Standortkosten rasch von ihrem globalen Rekordniveau herunterschrauben. Gegenüber der "Bild" hat DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov entsprechende Vorschläge unterbreitet.

LNG-Tanker

Wirtschaftliche Folgen für Deutschland

Was bedeutet die Lage in Nahost speziell mit Blick auf die Energie und Logistik für die deutschen Unternehmen?

Volker Treier sitzend gestikulierend 2022

Treier: Energieversorgung auf allen Ebenen diversifizieren

Was bedeuten die infolge des Nahost-Konflikts galoppierenden Energiepreise für die deutsche Wirtschaft, und wie kann gegengesteuert werden? DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier hat die Lage im Deutschlandfunk eingeordnet.

Büroangestellte am Telefon und sucht Visitenkarte

Unterstützungsangebote und Infos für Unternehmen

Sie suchen aktuelle Informationen zur Lage oder brauchen Unterstützung und Beratung? Wie die AHKs Ihnen helfen können, und wo es weitere Zahlen und Fakten gibt, erfahren Sie hier.

Karte vom Iran mit eingzeichneter Straße von Hormus

Die Bedeutung der Region für Energie und Handel

Die Region ist nicht nur ein wichtiger Energielieferant, sondern hat auch große Bedeutung für die weltweite Logistik mit seinen strategischen Handelsrouten durch die Straße von Hormus und am Roten Meer sowie als Luftfrachtdrehkreuz.

Arabischer Geschäftsmann schüttelt einem europäischen die Hand, zwei weitere Frauen und ein Mann umringen die beiden

Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und dem Nahen Osten

Trotz der begrenzten direkter Energieabhängigkeit ist die Region für deutsche Exporteure und Investoren wirtschaftlich relevant. Wir haben Zahlen zur Golfregion, zum Iran und zu Israel zusammengestellt.

Peter Adrian_Reaktion

"Die Risiken steigen spürbar"

DIHK-Präsident Peter Adrian zu den Auswirkungen des Iran-Konflikts für deutsche Unternehmen

Datum der Veröffentlichung 04.03.2026
Reaktion von Volker Treier

Nahost-Entwicklung erhöht wirtschaftliche Unsicherheiten

Dazu äußert sich DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier

Datum der Veröffentlichung 02.03.2026

Kontakt

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Elisabeth Strahl

Referatsleiterin Nah- und Mittelost, Nordafrika

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Rima Trach

Referatsleiterin AHK-Ehrenamt und Kulturentwicklung

Maizieres, Louise

Louise Maizières

Referatsleiterin für Wasserstoff und internationale Energiepartnerschaften

Porträtfoto von Erik Pfeifer

Erik Pfeifer

Referatsleiter Betrieblicher Klimaschutz

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Julia Fellinger

Pressesprecherin

Löffelholz, Julia_test

Julia Löffelholz

Pressesprecherin