"Wir brauchen jetzt einen mutigen Befreiungsschlag: eine Wirtschaftspolitik aus einem Guss mit der klaren Priorität, endlich wieder dauerhaftes Wachstum möglich zu machen", sagte Adrian der Nachrichtenagentur dpa. "Das gelingt nur mit niedrigeren Kosten für die Unternehmen und nicht mit neuen Belastungen." Der durch den Nahost-Krieg verursachte erneute Kostenschub komme für Deutschlands Wirtschaft zu ohnehin hohen Belastungen hinzu. "Wir haben bereits jetzt mit die höchsten Energie- und Arbeitskosten weltweit", erinnerte der DIHK-Präsident.
Strukturreformen statt Steuererhöhungen
"Umso dringlicher ist es, neben der akuten Krisenreaktion endlich strukturelle Reformen einzuleiten. Reförmchen reichen nicht mehr aus", warnte er. Deutschland sei als Wirtschaftsstandort zu langsam, zu teuer und zu kompliziert. "Allein in der Industrie haben wir schon vor der Eskalation im Nahen Osten täglich mehr als 300 Arbeitsplätze verloren, weil Unternehmen hier nicht mehr wettbewerbsfähig produzieren können."
Die anhaltenden Debatten über Steuererhöhungen nannte Adrian deshalb das "falsche Signal": "Notwendige Reformen müssen bei den stark gewachsenen Staats- und Sozialausgaben ansetzen. So lassen sich auch dringend benötigte Entlastungen finanzieren." Der Standort Deutschland könne mit seinen leistungswilligen Unternehmen und engagierten Beschäftigten wieder stark werden, stellte er klar. "Dazu muss die Bundesregierung jetzt geschlossen und beherzt handeln, idealerweise noch vor der Sommerpause."
- Relevant im Themenfeld:
- Wirtschafts- und Finanzpolitik
Veröffentlicht 10.04.2026
Pressekontakt
Julia Löffelholz
Pressesprecherin