Lange Zeit waren sie in der Europäischen Union als Instrument der Marktabschottung verpönt, doch aus sicherheits-, industrie- und handelspolitischen Erwägungen heraus spielen Lokalisierungsverpflichtungen in aktuellen EU-Initiativen oder in der Debatte um europäische Produktvorschriften immer stärker eine Rolle.
So sind etwa "Buy European"-Vorgaben ein zentraler Bestandteil des geplanten Industrial Accelerator Act (IAA), den die EU-Kommission am 4. März vorgestellt hat: Neben einer Beschleunigung von Genehmigungsverfahren und der gezielten Förderung strategischer Industrien sieht der Gesetzentwurf vor, die heimische Produktion über Lokalisierungs- und Präferenzregeln zu stärken. Das birgt nach Einschätzung der DIHK die Gefahr neuer bürokratischer Lasten sowie handelspolitische Risiken und könnte zusätzliche Hürden für Unternehmen aufbauen.
Die DIHK sieht in Local-Content-Vorschriften bestenfalls eine Notlösung und wirbt alternativ für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen im europäischen Binnenmarkt. In diesem Dossier haben wir relevante Inhalte zum Thema für Sie zusammengestellt.
- Relevant im Themenfeld:
- Internationaler Handel
- Schwerpunkte:
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- Außenwirtschaft
Anprechpartner
Klemens Kober
Referatsleiter Handelspolitik, transatlantische Beziehungen und EU-Zollfragen
Thorben Petri
Referatsleiter Europäische Wirtschaftspolitik