Gleichzeitig bleibt die ukrainische Wirtschaft trotz massiver Schäden bemerkenswert stabil: Die Exporte haben sich erholt, die Handelsbeziehungen zu Deutschland wachsen, und Instrumente wie Exportkreditgarantien sowie UkraineConnect der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG, eine Tochter der Kreditanstalt für Wiederaufbau) unterstützen den Markteintritt und die Projektumsetzung
Die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Deutschland hat sich deutlich weiterentwickelt – besonders in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie. Heute entstehen Joint Ventures zwischen deutschen und ukrainischen Unternehmen, etwa in der Drohnentechnologie und Luftverteidigung.
Neben dem Wiederaufbau auch die gemeinsame Technologieentwicklung in den Fokus. Für Unternehmen bedeutet das schnellere Entwicklungszyklen, besseren Zugang zu Know‑how und die Möglichkeit, frühzeitig Teil eines dynamischen Innovationsökosystems zu werden.
Perspektiven auch in klassischen Sektoren
In klassischen Sektoren wie Energie, Bau, Infrastruktur oder Agrarwirtschaft bestehen weiterhin große Chancen: Die Modernisierung des ukrainischen Gebäudebestands, die Stärkung der Energiesicherheit und die Diversifizierung landwirtschaftlicher Wertschöpfungsketten eröffnen Potenziale für deutsche Anbieter. Gleichzeitig bleibt die wirtschaftliche Erholung durch Arbeitskräftemangel, Sicherheitsrisiken und administrative Hürden herausgefordert.
Insgesamt bietet die Ukraine deutschen Unternehmen trotz aller Risiken vielfältige Perspektiven – wirtschaftlich, technologisch und strategisch. Wer sich jetzt engagiert, sichert sich nicht nur Marktchancen und stärkt die bilaterale Zusammenarbeit. Er trägt auch zur Stabilität des Landes, seiner Annäherung an die EU und zur europäischen Sicherheitsarchitektur bei.
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- Internationaler Handel
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Ansprechpartner
Anna Hautmann
Projektreferentin Wiederaufbau Ukraine
Stefan Kägebein
Referatsleiter Ost- und Südosteuropa