Mit „AccelerateEU“ treibt die Europäische Kommission ihre Agenda für bezahlbare und sichere Energie weiter voran: Ziel ist es, kurzfristig die hohen Energiepreise für Unternehmen und Haushalte zu dämpfen und zugleich strukturelle Ursachen anzugehen – von Netzentgelten und Steuern über Investitionen in saubere Energie bis hin zu schnelleren Genehmigungen und besser integrierten Energiemärkten. Dabei setzt Brüssel bewusst auf marktwirtschaftliche Instrumente, mehr Wettbewerb und eine stärkere Energieunion, um Europas Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und die Abhängigkeit von fossilen Importen zu verringern.
23.04.2026 - „Das Paket ‚AccelerateEU‘ der Europäischen Kommission kommt zur richtigen Zeit: Die Energiekosten sind seit Langem ein Wettbewerbsnachteil für viele Unternehmen – und die geopolitischen Spannungen verschärfen die Lage zusätzlich. Umso wichtiger ist es, dass Brüssel jetzt konkrete Impulse zur Entlastung setzt.
Für die Wirtschaft ist klar: Entlastung ja, aber ohne neue Eingriffe, die Investitionen verunsichern. Dass die Kommission auf Preisdeckel und Sondersteuern verzichtet, ist deshalb ein richtiges Signal. Stattdessen setzt sie auf strukturelle Maßnahmen wie die Überprüfung von Netzentgelten, Abgaben und der Strombesteuerung. Genau hier liegt der Hebel, um Stromkosten nachhaltig zu senken.
Auch der Blick auf regulatorische Vorgaben ist richtig. Mehr Flexibilität etwa bei Wasserstoffregeln oder Gasspeicherzielen kann helfen, Kosten zu reduzieren und Versorgungssicherheit effizienter zu organisieren – ohne neue bürokratische Konstruktionen aufzubauen.
Entscheidend ist jetzt die Umsetzung: Neue Aktionspläne dürfen nicht zu zusätzlichen Berichtspflichten oder Zielvorgaben führen. Die Unternehmen brauchen weniger Bürokratie, international wettbewerbsfähige Energiepreise und vor allem Tempo. Daran wird sich der Erfolg von AccelerateEU messen lassen.“
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Veröffentlicht 23.04.2026
Pressekontakt
Julia Fellinger
Pressesprecherin