14.04.2026 - Hohe Energiepreise, überbordende Bürokratie, staatliche Detailsteuerung, unklare Infrastrukturentwicklung: Die aktuelle Energiepolitik in Deutschland stellt viele Unternehmen vor erhebliche Herausforderungen. Im IHK-Energiewendebarometer gaben zuletzt 60 Prozent der Betriebe mit mehr als 500 Mitarbeitenden an, ihre Produktion als Folge der energiewirtschaftlichen Belastungen einzuschränken, ins Ausland zu verlagern oder dies zu planen. Der Krieg im Nahen Osten verschärft die Situation nun zusätzlich: Die aktuell hohen Preise für Öl und Gas setzen viele Betriebe unter großen Druck. Bei der heutigen DIHK-Energiekonferenz in Berlin geht es deshalb um neue Wege für die Energie- und Klimapolitik in Deutschland.
„Die Energiewende hat sich festgefahren. Sie ist zu teuer, zu kompliziert, zu ineffizient. So wie es aktuell läuft, geht es nicht weiter“, sagt DIHK-Präsident Peter Adrian. „Wir müssen die Energiewende wirtschaftlich wieder tragfähig machen, damit Unternehmen weiterhin investieren können. Klimaschutz braucht eine starke Wirtschaft.“
Die DIHK-Studie „Neue Wege für die Energiewende“ geht bis zum Jahr 2050 von Energiesystemkosten von bis zu 5,4 Billionen Euro aus – sollte sich nichts ändern. Das sind Kosten, die Wirtschaft und Verbraucher tragen müssen. „Die Politik muss den Mut haben, Prioritäten neu zu setzen: weniger kleinteilige Detailsteuerung, mehr marktwirtschaftliche Instrumente, effizientere Prozesse und realistische Zeitpfade“, erklärt Adrian. „Wenn wir Bürokratie reduzieren, Investitionen erleichtern und fairen Technologiewettbewerb ermöglichen, entlasten wir nicht nur Unternehmen und stärken unseren Wirtschaftsstandort, sondern kommen auf einen realistischen Pfad hin zur Klimaneutralität.“
Anlässlich der Energiekonferenz hat die DIHK konkrete Vorschläge in vier Feldern vorgelegt, um Klimaschutz effizient und wirksam zu gestalten. Dabei geht es darum, Emissionshandelssysteme zu stärken und realistische Pfade zu verfolgen, internationale Klimaschutzprojekte und -systeme zu nutzen, Elektrifizierung zu ermöglichen sowie Energiepolitik besser zu steuern und zu monitoren.
Die Vorschläge im Einzelnen finden Sie hier.
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Veröffentlicht 14.04.2026
Pressekontakt
Julia Löffelholz
Pressesprecherin