Achim Dercks

DIHK zum MINT-Report: Internationale Studierende sind wertvoller Hoffnungsschimmer

Stv. DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks zum MINT-Report

26.11.2025 - „Der Fachkräftemangel ist in den MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) besonders groß. Die Ergebnisse des MINT-Reports bestätigen damit die Ergebnisse vieler DIHK-Unternehmensbefragungen. 

Ein wertvoller Hoffnungsschimmer ist daher der Zuwachs der international Studierenden in den MINT-Fächern. Pro Jahr schließen derzeit mehr als 50.000 Männer und Frauen aus dem Ausland ihr Studium in Deutschland erfolgreich ab – über die Hälfte davon in einem MINT-Studienfach. Der Wermutstropfen: Zehn Jahre nach Studienbeginn hat mehr als die Hälfte von ihnen das Land wieder verlassen, obwohl zwei Drittel ursprünglich bleiben wollten. Das können wir uns nicht leisten. 

Daher gilt es, den Rechtsrahmen für den Verbleib in Deutschland großzügiger auszugestalten und die gesellschaftliche Integration zu verbessern. Die Hochschulen sollten diese Studierendengruppe noch enger als bisher begleiten. Hierfür eignen sich beispielsweise internationale Mentoren- oder Buddy-Programme. Einen positiven Beitrag können auch Lehrformate mit großer Nähe zur Arbeitswelt leisten. Zudem sollten Bildungsausländer frühzeitig die Gelegenheit erhalten, Praxiserfahrungen in der Wirtschaft zu sammeln. Auch dazu können Hochschulen beitragen, indem sie Kontakte zu regionalen Unternehmen und Kammern herstellen. Patenprogramme, die etwa gezielte Unterstützung im Bewerbungsprozess bieten, können das gute Ergebnis solcher Kooperationen sein. 
 
Bei allem kommt es darauf an, die internationalen Studierenden bestmöglich auf ihrem Weg in den deutschen Arbeitsmarkt zu begleiten.” 

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Petra Blum

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