Die Ratifizierung des EU-Mercosur-Abkommens durch Uruguay und Argentinien ist ein wichtiger Schritt für die europäische Handelspolitik in Lateinamerika. In einem zunehmend rauen geoökonomischen Umfeld gewinnt die Diversifizierung von Märkten, Rohstoffquellen und Lieferketten für die deutsche Wirtschaft an Bedeutung. Dazu Volker Treier:
27.02.2026 - "Die Ratifizierung des EU-Mercosur-Handelsabkommens in Uruguay und Argentinien ist für die deutsche Wirtschaft ein dringend benötigtes Signal der Zuversicht in einem zunehmend rauen geoökonomischen Umfeld. Jetzt kommt es darauf an, das Abkommen schnell und pragmatisch für die Unternehmen wirksam werden zu lassen.
Zugleich erwarten wir, dass Argentinien mit den USA keine Verpflichtungen eingeht, die dem EU-Abkommen zuwiderlaufen oder den Marktzugang für deutsche Unternehmen einschränken. Handelsabkommen dürfen nicht durch widersprüchliche Parallelvereinbarungen ausgehöhlt werden.
Das gemeinsame Abkommen der EU mit Argentinien, Brasilien, Uruguay und Paraguay ist ökonomisch wie geostrategisch von erheblicher Tragweite. Es stärkt unsere Rohstoff- und Energiepartnerschaft in Lateinamerika und hilft, Lieferketten breiter und krisenfester aufzustellen.
Während Wettbewerber aus den USA und vor allem aus China in der Region längst Fakten schaffen, verliert sich Europa seit Jahren in Debatten. Andere machen Nägel mit Köpfen – wir diskutieren.
Für Europa geht es inzwischen auch um handelspolitische Glaubwürdigkeit. Wer Partnerschaften ankündigt, muss sie auch umsetzen. Gerade in Zeiten wachsender Unsicherheiten braucht es verlässliche und belastbare Handelsbeziehungen.
Deshalb sollten auch die laufenden Verhandlungen mit den Philippinen, Thailand und Malaysia zügig zum Abschluss gebracht sowie die Abkommen mit Mexiko, Indonesien und Indien rasch ratifiziert werden."
- Relevant im Themenfeld:
- Internationaler Handel
- Schwerpunkte:
-
- Außenwirtschaft
Veröffentlicht 27.02.2026
Pressekontakt
Julia Fellinger
Pressesprecherin