06.05.2026 - „Der Rückgang neu abgeschlossener Ausbildungsverträge ist keineswegs ein Zeichen mangelnder Attraktivität der dualen Ausbildung oder eines generellen Mangels an Ausbildungsplätzen.
Im Gegenteil: Die steigende Zahl der Bewerberinnen und Bewerber zeigt, dass junge Menschen die duale Ausbildung als attraktiven Bildungsweg mit guten Zukunftsaussichten sehen. Das Kernproblem bleibt die fehlende Passgenauigkeit.
Viele Betriebe finden keine geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten, weil oftmals grundlegende Kompetenzen fehlen. Defizite beim Lesen, Schreiben und Rechnen sowie im Arbeits- und Sozialverhalten erschweren den Einstieg in die Ausbildung erheblich. Gleichzeitig gibt es auch nach Beginn des Ausbildungsjahres mehr unbesetzte Ausbildungsplätze als unvermittelte Bewerber ohne Alternative. Es mangelt daher nicht generell an Ausbildungsplätzen.
Die duale Ausbildung ist und bleibt ein Erfolgsmodell mit hervorragenden Karrierechancen: Die große Mehrheit der Auszubildenden besteht ihre Abschlussprüfung und wird anschließend von ihrem Ausbildungsbetrieb in eine Beschäftigung übernommen. Das sind starke Signale für junge Menschen und die Leistungsfähigkeit unseres Ausbildungssystems.
Angesichts des demografischen Wandels müssen alle Potenziale konsequent erschlossen werden. Entscheidend sind eine frühe, praxisnahe Berufsorientierung, mehr betriebliche Einblicke und die bessere Nutzung bestehender Unterstützungsangebote wie der Einstiegsqualifizierung. Diese Instrumente wirken – sie müssen aber bekannter gemacht und zielgenauer eingesetzt werden.“
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Veröffentlicht 06.05.2026
Pressekontakt
Petra Blum
Pressesprecherin