19.05.2026 - „Die deutsche Wirtschaft hofft zähneknirschend auf eine schnelle Einigung der EU-Institutionen zum Handelsdeal mit den USA. Angesichts drohender weiterer US-Zölle und anhaltender Rechtsunsicherheit im transatlantischen Handel darf die EU jetzt nicht selbst zum Unsicherheitsfaktor werden. Deshalb müssen die Vereinbarungen mit den USA – so unbefriedigend sie in Teilen auch sind – konsequent umgesetzt werden.
Der Deal kann helfen, die transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen vorerst zu stabilisieren und wichtige Zeit zu gewinnen. Diese Zeit muss Europa nutzen: für weitere Handelsabkommen, neue Partnerschaften und weniger strategische Abhängigkeiten.
Klar ist aber auch: Die EU darf bei ihren Forderungen nach einem Abbau unrechtmäßiger US-Zölle nicht nachlassen. Besonders die sogenannten 301-Untersuchungen gegen die EU sowie mögliche neue US-Zölle unter Verweis auf Zwangsarbeit oder Überkapazitäten müssen entschieden zurückgewiesen werden. Der asymmetrische Charakter des EU-US-Deals darf kein Maßstab für die europäische Handelspolitik werden. Das regelbasierte multilaterale Handelssystem muss erhalten und gestärkt werden.“
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Veröffentlicht 19.05.2026
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Julia Fellinger
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