Häufig gestellte Fragen
Warum betrifft die CSRD auch Unternehmen, die gar nicht direkt berichtspflichtig sind?
Viele Anforderungen verlangen Daten aus der gesamten Wertschöpfungskette. Berichtspflichtige Unternehmen geben diese Anforderungen an ihre Lieferanten weiter – daher der starke Trickle-down-Effekt.
Welche Daten werden typischerweise abgefragt?
Neben Klima- und Emissionsdaten (inklusive Scope 3) häufig Informationen zu Energieverbrauch, Lieferkettenstrukturen, Stoffeigenschaften, sozialen Aspekten oder Governance-Prozessen.
Müssen Unternehmen ohne Berichtspflicht Prüfungen durchführen lassen?
Nein. Sie müssen jedoch verlässliche Informationen bereitstellen, die berichtspflichtige Geschäftspartner nutzen können – ohne selbst prüfungspflichtig zu sein.
Kann ein bestehendes Umwelt- oder Energiemanagementsystem helfen?
Ja. EMAS sowie ISO-Zertifizierungen lassen sich häufig in die Nachhaltigkeitsberichterstattung integrieren und können Doppelaufwände reduzieren.
Welche finanziellen Belastungen sind zu erwarten?
Laut Regierungsentwurf rechnen berichtspflichtige Unternehmen im Schnitt mit rund 59.000 Euro einmaligem Aufwand und etwa 110.000 Euro jährlich – ohne die zusätzliche Belastung mittelbar betroffener Betriebe.