Reaktion von Volker Treier

Handelsabkommen mit Australien: Jetzt Tempo machen 

Dazu sagt DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier

Australien gewinnt für die deutsche Wirtschaft als verlässlicher Partner in geopolitisch unsicheren Zeiten an Bedeutung. Bei der anstehenden Australienreise von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hofft die deutsche Wirtschaft auf einen Verhandlungsdurchbruch.

23.03.2026 - „Die deutsche Wirtschaft setzt große Erwartungen in einen zügigen Abschluss der Handelsverhandlungen mit dem G20-Partner Australien. Ein ambitioniertes und umfassendes Abkommen kann deutschen Unternehmen den Zugang zu diesem wichtigen Markt erleichtern und bestehende Handelshemmnisse in Down Under wirksam abbauen. Dafür braucht es jetzt politischen Einsatz von Bundesregierung und EU-Kommission. 

Im Mittelpunkt des Abkommens müssen vollständige Zollsenkungen in allen Industriebereichen stehen. Ebenso entscheidend ist, dass der Marktzugang nicht durch überbordende und praxisferne Ursprungsregeln ausgebremst wird. Auch der Handel mit Dienstleistungen und Investitionen sollte deutlich erleichtert werden.  

Wichtig ist zudem eine enge regulatorische Zusammenarbeit, um neue Handelshemmnisse gar nicht erst entstehen zu lassen. Angesichts wachsender geopolitischer Spannungen ist eine vertiefte Partnerschaft mit Australien strategisch sinnvoll und bietet gerade in den Bereichen Rohstoffe, Digitalisierung und Weltraum große wirtschaftliche Chancen. Mit 23 der 37 von der EU-Kommission als kritisch eingestuften Rohstoffen kann Australien eine Schlüsselrolle im Aufbau resilienter Lieferketten für Batterien, Erneuerbaren Energien, Digitalisierung und Sicherheit spielen. Zudem bietet der Aufbau lokaler Produktionsanlagen neue Exportchancen deutscher Bergbau- und Anlagentechnik.“ 

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Porträtbild Julia Fellinger, Pressesprecherin

Julia Fellinger

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