10.04.2025 - "Die Lage der deutschen Wirtschaft ist ernst. Die Forschungsinstitute gehen nur noch von einem Mini-Wachstum aus. Die Stimmung der Unternehmen ist weiterhin sehr schlecht. Wir als DIHK halten deshalb leider ein drittes Rezessionsjahr in Folge für wahrscheinlich. Die erratischen Zollankündigungen von US-Präsident Trump mit ihren unheilvollen Auswirkungen auf den Welthandel sorgen für zusätzliche Belastung der exportorientierten deutschen Wirtschaft. Um so wichtiger ist deshalb, dass die künftige Bundesregierung jetzt eine Trendwende einleitet.
Der Koalitionsvertrag bietet dafür gute Ansätze, aber das allein reicht noch nicht aus. Es kommt jetzt drauf an, dass sich die Regierung beim Start auf die wichtigsten wirtschaftspolitischen Herausforderungen fokussiert. Der Staat muss endlich positive Rahmenbedingungen für die Unternehmen schaffen, statt mit sinnlosen Vorschriften Ressourcen zu binden. Betriebe brauchen zudem dringende Entlastungen bei den Energiekosten sowie den Steuern. Der erst für 2028 geplante Einstieg in eine Unternehmenssteuerreform kommt viel zu spät - zumal der Soli, der vor allem Betriebe belastet, bleiben soll. In diesem Jahr entscheidet sich, ob Deutschland und Europa bei der Wettbewerbsfähigkeit eine Kehrwende schaffen oder weiter den Anschluss verlieren werden. Ein tragfähiger Aufschwung braucht tiefgreifende Reformen."
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Veröffentlicht 10.04.2025
Aktualisiert 18.12.2025
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Sven Ehling
Pressesprecher | Visuelle Kommunikation