Verbandspräsidenten beim Münchener Spitzengespräch 2026

Mit Mut aus der Standortkrise: 2026 muss zum "Jahr der Reformen" werden

"Deutschlands Wirtschaft muss wieder auf den Wachstumspfad gelangen", mahnt DIHK-Präsident Peter Adrian anlässlich des Münchener Spitzengesprächs der Deutschen Wirtschaft. "Dazu brauchen wir Reformen für die gesamte Breite der Unternehmen."

Zu ihrem traditionellen Treffen mit dem Bundeskanzler am Rande der Handwerksmesse in München veröffentlichen Peter Adrian und die Präsidenten der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) auch 2026 eine gemeinsame Erklärung. Darin stellen sie klar, welche spürbaren Veränderungen jetzt dringend notwendig sind, um Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu stärken und zu sichern.

"Dieses Jahr muss zum Jahr der großen Reformen werden. Die Unternehmen brauchen wieder eine verlässliche Zukunftsperspektive."

DIHK-Präsident Peter Adrian

Peter Adrian

-- DIHK-Präsident

BDA, BDI, DIHK, ZDH

Nachfolgend finden Sie die gemeinsame Erklärung von BDA, BDI, DIHK und ZDH im Wortlaut:

Der Wirtschaftsstandort Deutschland steht unter Druck wie selten zuvor in der Nachkriegsgeschichte. Unser bewährtes Erfolgsmodell wird in beispielloser Weise herausgefordert: durch eine radikal veränderte Weltordnung, einen immer härteren internationalen Wettbewerb, technologische Umbrüche und den spürbaren demografischen Wandel. 

Gleichzeitig haben sich die Standortbedingungen in den letzten Jahren erheblich verschlechtert, die Belastungen für Betriebe und Beschäftigte dramatisch zugenommen. Lange konnte die deutsche Wirtschaft diesen Widrigkeiten trotzen. Nach drei Jahren ohne Wachstum sprechen jedoch viele Indikatoren dafür, dass die Widerstandskräfte erodieren und auf einen Kipppunkt zusteuern. 

Die Bundesregierung hat in ihrem ersten Regierungsjahr wichtige Initiativen auf den Weg gebracht, um diesen Trend zu stoppen. Die Maßnahmen reichen jedoch bei Weitem nicht aus und viele Vorhaben stehen bislang nur als Ankündigung auf dem Papier. Die deutsche Wirtschaft erwartet von der Politik deutlich mehr Mut zur Veränderung. 2026 muss zum Jahr der Reformen werden. Je länger dieser Prozess aufgeschoben wird, desto schmerzlicher werden die Maßnahmen später ausfallen. Es ist dringend erforderlich, dass sich die Politik dieser enormen Verantwortung bewusst wird und entsprechend handelt. Ohne weiteren Aufschub. 

Die wirtschaftliche Stimmung in Deutschland wird sich erst drehen, wenn es spürbare Veränderungen gibt, die bei den Unternehmen und Betrieben ankommen. Neue Belastungen müssen verhindert, bestehende Belastungen abgebaut werden. Nur so können Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit gestärkt und gesichert werden. 

Die Forderungen im Überblick

Verbandspräsidenten beim Münchener Spitzengespräch 2026

Mit Bundeskanzler Friedrich Merz (2.v.l.) sprachen in München die Verbandspräsidenten (v.l.) Rainer Dulger (BDA), Jörg Dittrich (ZDH), Peter Leibinger (BDI), Peter Adrian (DIHK)

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Dominik Ohlig

Pressesprecher – Chef vom Dienst