Reaktion von Volker Treier

Nur ein kurzes Aufatmen für die Exportwirtschaft

DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier zu den Export- und Produktionszahlen von Februar 2026

09.04.2026 – "Der Anstieg der Ausfuhren im Februar ist nur ein kurzes Aufatmen. Der Krieg im Nahen Osten, der damit verbundene Energiepreisschock und die Störungen der Lieferketten werfen ihre Schatten voraus. Auch wenn die Hoffnung auf den Bestand der Waffenruhe vorerst für Beruhigung sorgt, werden gestörte Transportwege und Schäden an der Energieinfrastruktur noch länger nachwirken.  

Die Aussicht auf eine außenwirtschaftliche Erholung ist dadurch zunichte gemacht. Unternehmen sind weltweit betroffen. Die deutsche Wirtschaft spürt die Folgen: Erste Trendzahlen des aktuellen 'AHK World Business Outlook' zeigen, dass der Krieg und seine Auswirkungen die Geschäfte von 85 Prozent der deutschen Unternehmen an ihren Standorten weltweit belasten.  

Auch die Produktion der Industrie verharrt wegen des schon vor dem Krieg hohen Kostendrucks auf dem schwachen Vorjahresniveau. Angesichts der Krise ist mit einer Trendwende vorerst nicht zu rechnen. Im Gegenteil, der Energiepreisschock ist eine Hypothek für die Industriekonjunktur in Deutschland. Umso wichtiger sind jetzt nicht nur kurzfristige Krisenreaktionen, sondern endlich strukturelle Reformen, die die Wirtschaft in der Breite entlasten und die Wettbewerbsfähigkeit stärken." 

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Sven Ehling

Pressesprecher | Visuelle Kommunikation