DIHK-Präsident Peter Adrian

Peter Adrian zum Klimaschutzprogramm 2026

"Anspruch und Wirklichkeit klaffen zunehmend auseinander"

Das Bundeskabinett hat heute das Klimaschutzprogramm 2026 beschlossen. Die Bundesregierung stellt darin dar, wie sie die Klimaziele erreichen möchte. Hierzu erklärt DIHK-Präsident Peter Adrian:

25.03.2026 - „Anspruch und Wirklichkeit klaffen bei den Klimazielen zunehmend auseinander. Die jüngsten Emissionsdaten des Umweltbundesamts haben erneut unterstrichen, dass mit der aktuellen Energiepolitik die Lücke zum Erreichen des Klimazieles 2030 wächst, trotz drei Jahren Konjunkturflaute. 

Das Klimaschutzprogramm setzt auf einen starren Zeitplan aus jahres- und sektorscharfen Vorgaben. Doch daraus erwachsen vor allem Bürokratie und unnötige Kosten für die Wirtschaft, denn Unternehmen müssen Technologien nutzen, die häufig noch unausgereift und damit teuer sind. Auch der Um- bzw. Neubau von Infrastrukturen verteuert sich, wenn er unter Zeitdruck erfolgen muss. 

Anstatt sich auf kleinteilige Jahresziele und Maßnahmen zu fixieren, sollte das langfristige Ziel der Klimaneutralität im Fokus stehen. Für echten Fortschritt braucht es einen Kurswechsel: Mehr Markt und internationale Koordination, weniger staatliche Detailsteuerung. Nur wenn die Energiewende technologieoffener, kosteneffizienter und einfacher wird, ist Klimaneutralität erreichbar.“

Relevant im Themenfeld:
Schwerpunkte:
  • Umwelt
  • Klima

Pressekontakt

Für die Presse

Julia Löffelholz

Julia Löffelholz

Pressesprecherin