13.03.2026 - “2025 war ein ausgesprochen schwaches Jahr für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Die heute veröffentlichten Zahlen zeigen: Im Schnitt musste in Deutschland alle 20 Minuten ein Unternehmen Insolvenz anmelden. Das ist eine so hohe Frequenz wie seit elf Jahren nicht mehr. Auch der Dezember markiert erneut einen traurigen Rekord, mit dem höchsten Stand sogar seit 14 Jahren.
Der Blick auf das Jahr 2026 macht wenig Hoffnung auf eine Trendwende. Wie die aktuelle DIHK-Konjunkturumfrage zeigt, kommen die leichten konjunkturellen Auftriebskräfte – etwa durch staatliche Rüstungsausgaben – in der Breite noch nicht an. Gerade der Mittelstand, mit hunderttausenden Unternehmen, bleibt weitgehend außen vor. In vielen kleineren und mittelgroßen Betrieben zeigen sich deutlich gedämpfte Erwartungen. Zudem gefährden die Entwicklungen im Nahen Osten die ohnehin fragile Lage weiter. Steigende Energiepreise und die Angst um neue Störungen in Lieferketten setzen viele Unternehmen zusätzlich unter Druck.
Angesichts dieser Entwicklung ist es überfällig, die Wirtschaft spürbar zu stärken: Runter mit den Arbeits- und Energiekosten, spürbarer Bürokratieabbau, verlässliche Rahmenbedingungen – und das sehr rasch. Nur ein konsequenter Reformkurs kann verhindern, dass sich die Insolvenzwelle weiter durch die Breite der Wirtschaft frisst. Und nur mit einer starken Wirtschaft können wir die geopolitischen Schocks abfedern.”
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Veröffentlicht 13.03.2026
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Petra Blum
Pressesprecherin