24.11.2025 - „Die Abkommen mit Mercosur, Mexiko, Indonesien und der Schweiz bedürfen endlich der Ratifizierung – nur so gewinnen Unternehmen weltweit wieder mehr und bessere Marktchancen und Planungsperspektiven.
Auch in den Gesprächen mit dem Vereinigten Königreich, Indien, Thailand, Malaysia, den Philippinen und den VAE braucht es zügig gute und letztlich auch ausgewogene Deals. Mit Blick auf die USA gilt: Die erzielte Einigung muss umgesetzt werden, um eine weitere Eskalation der US-Handelspolitik zu vermeiden.
Gleichzeitig muss Europa – auch gegenüber China – widerstandsfähiger werden. Abwehrinstrumente können dabei eine Ultima ratio sein; im Zentrum müssen aber diversifizierte Lieferketten und stärkere Standortbedingungen im Binnenmarkt sowie wieder bessere Beziehungen zu China stehen.
Abschottung – ob über sehr einschränkende Stahlkontingente, ‘Buy European’ in der öffentlichen Beschaffung oder Lokalisierungsverpflichtungen für Unternehmen – wäre dagegen ein Irrweg. Sie schwächt Wettbewerb und Innovation und damit genau das Wachstum, das Europa dringend braucht. Für international so vernetzte Ökonomien wie der deutschen, wäre die Provokation von weiteren Gegenmaßnahmen wichtiger Handelspartner zudem auch fatal.
Insgesamt ist zu beachten, dass die Wettbewerbsfähigkeit einzelner Branchen nicht zulasten anderer gehen sollte. Entscheidend ist eine Entlastung der Betriebe in der Breite – bei Energiekosten wie Bürokratie – sowie ein international und über die verschiedenen heimischen Sektoren abgestimmtes Vorgehen gegen unfaire Subventionen.“
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Veröffentlicht 24.11.2025
Aktualisiert 19.12.2025
Pressekontakt
Susanne Schraff
Pressesprecherin