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Wichtige Punkte für die deutsche Wirtschaft nicht außer Acht lassen

Bundesregierung beschließt Rechenzentrumsstrategie

Das Bundeskabinett bringt die neue Strategie zu Rechenzentren auf den Weg. Bis zum Jahr 2030 sollen sich die Leistung von allgemeinen Rechenzentren mindestens verdoppeln und die Kapazitäten für Künstliche Intelligenz (KI) sogar mindestens vervierfachen. Anlässlich der Verabschiedung des Gesetzesentwurfs der Rechenzentrumsstrategie am heutigen Mittwoch mahnt Dirk Binding, Bereichsleiter Digitale Wirtschaft, Infrastruktur, Regionalpolitik, wichtige Punkte für die deutsche Wirtschaft nicht außer Acht zu lassen.

Porträtbild Dirk Binding, Bereichsleiter Dienstleistungen | Infrastruktur | Regionalpolitik

Dirk Binding

18.03.2026 - „Deutschland braucht dringend mehr Rechenkapazitäten, deshalb setzt die Bundesregierung mit der Strategie die richtigen Schwerpunkte: Energie, Standorte und technologische Souveränität. Wichtig für die deutschen Unternehmen ist aber vor allem, dass die Energiekosten sinken und auch planbar sind“, so Binding.

Rechenzentren benötigen verlässlichen und bezahlbaren Strom, sonst geraten Investitionen ins Stocken. Hohe Strompreise bremsen den Ausbau. Deswegen sei es wichtig und richtig, den staatlichen Abgabenblock zu reduzieren, europäische Gestaltungsspielräume zur Stromkostenreduktion zu nutzen und grüne Direktstromlieferverträge (PPAs) zu forcieren, so Binding.

Ein weiterer Punkt ist die Flächenverfügbarkeit. „Die Bundesregierung setzt mit der stärkeren Priorisierung einen wichtigen Rahmen, doch für den Hochlauf leistungsfähiger Rechenzentren reichen Absichtserklärungen nicht aus. Entscheidend ist, dass die Ausweisung von Vorzugsflächen nicht in Zielkonflikten mit anderen Fachplanungen stecken bleibt und Kommunen für die Bereitstellung geeigneter Standorte endlich verbindliche und attraktive Anreize erhalten“, fordert Dirk Binding.

Die Resilienz und Souveränität der deutschen und europäischen Digitalwirtschaft gerate angesichts aktueller geopolitischer Entwicklungen stärker in den Fokus. „Deswegen ist es gut, dass es diese Strategie nun gibt. China und die USA sind aktuell weiter. Sie haben größere Skaleneffekte, schnellere Genehmigungen und günstigere Energie. Entscheidend ist nicht, ob wir Erster oder Vierter werden. Wichtig ist, dass wir in der Spitzengruppe mitlaufen. Dafür brauchen wir gute Infrastruktur, Datenzugang und Wagniskapital“, sagt Dirk Binding.

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Portätbild Sven Ehling

Sven Ehling

Pressesprecher | Visuelle Kommunikation