20.05.2026 - „Die Einigung im Trilog sendet ein wichtiges Signal in der Handelspolitik: Die EU steht für Verlässlichkeit im Handel mit den USA, sie setzt nun ihrerseits den Turnberry Deal um. Das ist dringend nötig, denn die deutsche Wirtschaft braucht in ihrem internationalen Geschäft endlich wieder mehr Planbarkeit, statt immer neuer Unsicherheit.
Jetzt kommt es darauf an, dass Rat und Europäisches Parlament die Vereinbarung rasch final beschließen. Ziel muss sein, weitere Eskalationen und zusätzliche Zollbelastungen im transatlantischen Handel zu verhindern. Positiv ist, dass die Einigung Schutzmechanismen vorsieht, falls Vereinbarungen von US-Seite nicht eingehalten werden. Verlässlichkeit muss auf Gegenseitigkeit beruhen. Die USA bleiben der wichtigste Exportmarkt für viele deutsche Unternehmen. Wichtig ist auch, dass die Auswirkungen der einseitigen EU-Zollsenkungen insbesondere für kleinere und mittlere Unternehmen fortlaufend überprüft werden und notfalls vereinbarte Maßnahmen ergriffen werden.
Der Deal löst die Probleme im transatlantischen Handel allerdings nicht grundlegend. Europa gewinnt damit vor allem Zeit. Diese Zeit sollte die EU nutzen, um weiter auf den Abbau unrechtmäßiger US-Zölle zu drängen, zusätzliche handelspolitische Belastungen entschieden zurückzuweisen und neue Handelsabkommen sowie strategische Partnerschaften voranzubringen. Denn wirtschaftliche Resilienz entsteht vor allem durch breitere und verlässlichere internationale Beziehungen.“
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Veröffentlicht 20.05.2026
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Julia Fellinger
Pressesprecherin