Neben großen Reformpaketen wie Data Act, NIS-2 oder dem neuen Verpackungsrecht treten 2026 zahlreiche weitere Änderungen in Kraft, die für Unternehmen relevant sind. Viele dieser Anpassungen betreffen steuerliche Regelungen, Berichts- und Dokumentationspflichten oder neue Verbraucher- und Umweltstandards. Der Überblick zeigt, welche zusätzlichen Neuerungen auf die Betriebe zukommen.
Weitere gesetzliche Änderungen 2026 im Überblick
AI Act: Umsetzung zentraler Pflichten für Hochrisiko-KI-Systeme voraussichtlich erst ab Dezember 2027 statt August 2026. Weitere Informationen auf der Website der EU-Kommission.
Aktivrente: Ab 1. Januar 2026 bis zu 2.000 Euro monatlich steuerfrei hinzuverdienen bei freiwilliger Weiterarbeit über die Regelaltersgrenze hinaus. Weitere Informationen auf der Website des BMAS.
CSRD: Europäische Nachhaltigkeitsberichtspflicht grundsätzlich für Unternehmen nach der Rechnungslegungsrichtlinie mit mehr als 1.000 Mitarbeitern und mehr als 450 Millionen Euro Nettoumsatz vorgesehen. Abhängig von der nationalen Umsetzung unterschiedlicher Beginn der Berichtspflicht. Weitere Informationen auf der Website der EU-Kommission.
Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG): Ab 1. Januar 2026 gelten neue Pflichten für den Handel: Rücknahme von Einweg- und Mehrweg-E-Zigaretten an allen Verkaufsstellen, einheitliche Kennzeichnung von Sammelstellen und Informationspflicht am Regal. Weitere Informationen: Website des Bundestages..
E-Rechnung: Pflicht zur elektronischen Rechnungsstellung ab 1. Januar 2027 für Unternehmen mit mehr als 800.000 Euro Jahresumsatz. Weitere Informationen Website des Bundesfinanzministeriums.
Faire Integration: Ab dem 1. Januar gilt für Arbeitgeber bei Anwerbung aus dem Ausland eine Informationspflicht über Beratungs- und Informationsmöglichkeiten zu arbeits- und sozialrechtlichen Fragen durch das neue Angebot "Faire Integration". Details gibt es auf der Website des Netzwerks Unternehmen integrieren Flüchtlinge.
GARAN: Einführung eines Informationslabels zu Gewährleistungs- und Haltbarkeitsgarantien ab 28. September 2026. Weitere Informationen auf der Website der EU-Kommission: Richtlinie (EU) 2024/825 und Durchführungsverordnung (EU) 2025/1960.
Kurzarbeitergeld: Die Bezugsdauer wird von 12 auf 24 Monate bis Ende 2026 verlängert. Weitere Informationen auf der Website des BMAS.
Mindestlohn: Steigt zum 1. Januar 2026 auf 13,90 Euro; Minijob-Grenze auf 603 Euro. Weitere Informationen Website des BMAS.
Pendlerpauschale: Ab 2026 38 Cent pro Kilometer ab dem ersten Kilometer. Weitere Informationen auf der Website des Bundesfinanzministeriums.
Schwarzarbeit: Neue Kontrollen für Friseure, Barbershops, Nagelstudios und Kosmetiker ab Ende 2025. Weitere Informationen auf der Website des BMAS.
Standortfördergesetz: Soll private Investitionen stärken; Inkrafttreten Ende Januar 2026 geplant. Weitere Informationen auf der Website des Bundesfinanzministeriums.
Umsatzsteuer Gastronomie: Ab 1. Januar 2026 sinkt der Satz für Speisen auf 7 Prozent, Getränke bleiben bei 19 Prozent. Weitere Informationen auf der Website des Bundesfinanzministeriums.
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Veröffentlicht 05.01.2026