Arabischer Geschäftsmann schüttelt einem europäischen die Hand, zwei weitere Frauen und ein Mann umringen die beiden

Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und dem Nahen Osten

Trotz der begrenzten direkter Energieabhängigkeit ist die Region für deutsche Exporteure und Investoren wirtschaftlich relevant. Wir haben Zahlen zur Golfregion, zum Iran und zu Israel zusammengestellt.

Golfregion (GCC)

  • Handelsvolumen 2025 rund 30 Milliarden Euro (circa 1 Prozent des deutschen Außenhandels); vergleichbar mit dem Handelsvolumen mit Indien (31 Milliarden EUR) oder Südkorea (30 Milliarden Euro)
     
  • Deutsche Exporte 2025: 24,8 Milliarden Euro; vergleichbar mit dem Exportvolumen nach Süd- und Mittelamerika (27 Milliarden Euro)
     
  • Deutsche Importe 2025: 4,3 Milliarden Euro; vergleichbar mit Australien (4,6 Milliarden Euro) 
     
  • Laut den AHKs sind aktuell rund 1.800 deutsche Unternehmen in der Region aktiv, also selbst vor Ort ansässig oder mit einem lokalen Partner.
     
  • Diese beschäftigen über 66.000 Mitarbeitende. (Quelle: Bundesbank) 
     
  • Bestand der Direktinvestitionen (2023) mehr als 7,6 Milliarden Euro
     
  • Die deutschen Unternehmen generierten 2023 vor Ort einen Umsatz von 21 Milliarden Euro.

Iran

  • 2025 betrug das deutsche Handelsvolumen mit dem Iran circa 1,2 Milliarden Euro. Deutsche Exporte (zu einem Großteil Maschinen, pharmazeutische- und chemische Erzeugnisse) brachen um 24,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein. Die Importe aus dem Iran, überwiegend Nahrungsmittel, blieben stabil. Im Vergleich zum Vorjahr sank das Gesamthandelsvolumen damit um mehr als 20 Prozent. 
     
  • Der Handel mit dem Iran ist seit 2018 deutlich rückläufig und bewegt sich inzwischen auf niedrigem Niveau. Im Vergleich zu 2016 ist das Handelsvolumen um rund 60Prozent gesunken – von etwa 2,8MilliardenEuro auf rund 1,7MilliardenEuro im Jahr 2019. Der Austausch beschränkt sich auf den humanitären Bereich. Seit September 2025 kommt mit der Wiedereinführung der UN‑ und EU‑Sanktionen ("Snapback") eine weitere Einschränkung hinzu. Die E3‑Staaten (Deutschland, Frankreich, Vereinigtes Königreich) hatten den Mechanismus ausgelöst, nachdem der Iran wiederholt gegen zentrale Verpflichtungen des JCPOA verstoßen hatte. Mit dem Snapback wurden umfassende Handels‑, Finanz‑ und Transportbeschränkungen reaktiviert.

Israel

  • Das Handelsvolumen zwischen Deutschland und Israel lag 2025 bei circa 8,7 Milliarden Euro und stieg im vergangenen Jahr um 6,7 Prozent gegenüber 2024 an (darunter 5,6 Milliarden Euro deutsche Exporte; 3,1 Milliarden Euro deutsche Importe). Deutschland exportiert vor allem Maschinen, Datenverarbeitungsgeräte sowie Kraftwagen und Kraftwagenteile. Deutschland importiert aus Israel vor allem Datenverarbeitungsgeräte, Chemische Erzeugnisse sowie Pharmazeutische Erzeugnisse.
     
  • Der Bestand deutscher Direktinvestitionen lag 2023 bei rund 6,4 Milliarden Euro. 117 deutsche Unternehmen sind dort mit einem signifikanten Kapitalstock aktiv und beschäftigen rund 14.000 Mitarbeitende

Ansprechpartnerinnen

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Elisabeth Strahl

Referatsleiterin Nah- und Mittelost, Nordafrika

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Rima Trach

Referatsleiterin AHK-Ehrenamt und Kulturentwicklung