Reaktion von Volker Treier

Gemeinsam mit der Transpazifischen Partnerschaft der Erosion der WTO entgegenwirken

DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier sagt dazu:

19.11.2025 - „Die deutsche Wirtschaft setzt große Hoffnung in eine engere Zusammenarbeit der EU mit der Transpazifischen Partnerschaft (Comprehensive and Progressive Agreement for Trans-Pacific Partnership - CPTPP). Ein Schulterschluss dieser 39 Staaten würde ein dringend nötiges Signal für den Erhalt des regelbasierten Welthandels aussenden. Gemeinsam könnten die EU und das Handelsbündnis CPTPP als Koalition der Willigen das multilaterale Handelssystem stabilisieren und im besten Fall vor dem Zerfall bewahren.  

Die neue Hochzollpolitik der USA sowie deren bilaterale ’Deals’ setzen die Welthandelsorganisation erheblich unter Druck. Sie untergraben zentrale WTO-Prinzipien und damit die Grundlage, auf der deutsche Unternehmen ihr Auslandsgeschäft planen: verlässliche Regeln, faire Wettbewerbsbedingungen und offene Märkte. Umso wichtiger ist es jetzt, dass andere Staaten diesem Kurs nicht folgen.  

Ein "Stillhalteabkommen", in dem sich die EU und die Transpazifische Partnerschaft verpflichten, untereinander weiterhin WTO-Recht sowie Prinzipien wie Meistbegünstigung anzuwenden sowie keine regelwidrigen Zölle einzuführen, würde der Wirtschaft dringend benötigte Planungssicherheit zurückgeben. Auch in anderen Bereichen sollte die EU die Zusammenarbeit mit der Transpazifischen Partnerschaft intensivieren – etwa bei der Definition künftiger Digitalstandards oder der Abstimmung von Maßnahmen in der Industrie- und Subventionspolitik. 

Bilateral sollten darüber hinaus die EU und Australien ihre Verhandlungen über ein Handelsabkommen nun rasch zum Abschluss bringen. Das würde den deutschen Unternehmen vor Ort bessere Marktchancen, aber auch einen besseren Rohstoffzugang sichern.“ 

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Susanne Schraff

Pressesprecherin