18.03.2026 - „Die Zunahme an Sabotageakten, Ausspähungen und hybriden Angriffen zeigen die deutlich veränderte Bedrohungslage in Deutschland und Europa. Der heutige Beschluss der Nationalen Wirtschaftsschutzstrategie ist daher aus Sicht der Unternehmen ein wichtiger und notwendiger Schritt. Nur wer auf Attacken und Störungen vorbereitet ist, bleibt wirtschaftlich handlungsfähig.
Die Strategie enthält hierzu viele wichtige Maßnahmen, die jetzt konsequent mit Leben gefüllt werden müssen. So ist die enge Zusammenarbeit zwischen staatlichen Stellen und Unternehmen ein zentraler Baustein des Wirtschaftsschutzes. Vor dem Eintreten eines Ernst- oder Katastrophenfalls sollten sich alle relevanten Akteure kennen. Formate wie die Sicherheitsbriefings, die die Bundessicherheitsbehörden gemeinsam mit der DIHK und weiteren Wirtschaftsverbänden im Rahmen der Initiative Wirtschaftsschutz ausrichten, bilden einen guten ersten Schritt in diese Richtung. Aber das reicht nicht. Es sollte dringend geprüft werden, welche Erkenntnisse der Sicherheitsbehörden aus den staatlichen Lagebildern der Wirtschaft zur Verfügung gestellt werden können. Eine solche Rückkopplung ermöglicht es Unternehmen, Bedrohungen gezielt zu erkennen und mögliche Schwachstellen in ihrem Geschäftsbetrieb abzusichern.
Resilienz entsteht jedoch nicht allein durch Strategiepapiere. Die von Bundeskanzler Merz vorgegebene Richtung „In dieser neuen Welt ist Wettbewerbspolitik Sicherheitspolitik und Sicherheitspolitik Wettbewerbspolitik.“ muss in allen Ressorts konsequent umgesetzt werden. Steigende Energiekosten, Bürokratie und hohe Standortkosten belasten die deutschen Unternehmen. Hier muss dringend gegengesteuert werden. Nur eine starke und wettbewerbsfähige Wirtschaft kann dauerhaft in ihre eigene Resilienz investieren und damit einen entscheidenden Beitrag zur Sicherheit und Stabilität des gesamten Standorts leisten.”
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- Wirtschafts- und Finanzpolitik
Veröffentlicht 18.03.2026
Pressekontakt
Petra Blum
Pressesprecherin