07.07.2026 - „Die EU und Mexiko rücken mit dem neuen Handelsabkommen genau zum richtigen Zeitpunkt enger zusammen. Mexiko ist das mit Abstand wichtigste Zielland deutscher Exporte nach Lateinamerika und bietet weitere Wachstumschancen. Durch Erleichterungen bei Dienstleistungen, im Agrarhandel und im öffentlichen Beschaffungswesen kann das Abkommen dazu beitragen, Diversifizierungsbemühungen europäischer Unternehmen zu stärken, Planungssicherheit zu erhöhen und neue Geschäftschancen zu eröffnen.
Um die Unternehmen angesichts der geopolitischen Herausforderungen weiter zu unterstützen, sollte die EU zeitnah auch noch weitere Abkommen voranbringen: Die Vereinbarungen mit Indien, Indonesien und Australien sollten baldmöglichst ratifiziert und umgesetzt werden. Die Verhandlungen mit den Philippinen, mit Thailand und mit Malaysia stecken noch mehr in den Kinderschuhen, aber auch sie sollten jetzt zielgerichtet einem Abschluss nähergebracht werden.
Gleichzeitig beobachtet die deutsche Wirtschaft mit wachsender Sorge die Nachverhandlungen des US-Mexiko-Kanada-Abkommens USMCA. Ein Auslaufen dieses Vertrages würde die deutschen Unternehmen in besonderer Art treffen. Denn die deutsche Wirtschaft ist auf die eng verzahnten Lieferketten in Nordamerika angewiesen. Eine stärkere Vereinnahmung der bislang eigenständigen Handelspolitiken Mexikos und Kanadas durch die USA könnte den Marktzugang für europäische und deutsche Unternehmen erschweren. Bereits jetzt führen erhöhte Stahlzölle der Länder zu Hemmnissen im Außenhandel, teils auch den mit der EU. Die EU muss hier auf die Einhaltung der vereinbarten Abkommen pochen und sich für faire Rahmenbedingungen einsetzen.“
Hintergrund:
2025 exportierte Deutschland Waren im Wert von 15,6 Milliarden Euro nach Mexiko, die Importe aus Mexiko beliefen sich auf 9,5 Milliarden Euro. Damit liegt Mexiko auf Rang 24 der wichtigsten Handelspartner Deutschlands weltweit.
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Veröffentlicht 07.07.2026
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Susanne Schraff
Pressesprecherin