Helena Melnikov_Reaktion

Die Bilanz des ersten Jahres der EU-Kommission aus Sicht der Wirtschaft ist eindeutig: Es ist nicht genug

DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov zum ersten Jahrestag des Amtsantritts der Kommission von der Leyen II

01.12.2025 - „Nicht genug Entlastung, nicht genug Impulse, nicht genug neue Ansätze, um die Versprechen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit einzulösen. Die Unternehmen spüren in ihrem Alltag noch keine Verbesserungen, sondern müssen vielmehr mit immer weiteren Auflagen umgehen. 

Die Omnibus-Pakete sind zwar ein Schritt in die richtige Richtung, um unverhältnismäßige Belastungen abzubauen. Doch für eine echte Trendwende reicht Schadensbegrenzung nicht aus. Wir brauchen die versprochene systematische Überprüfung des gesamten EU-Rechts und eine grundlegend neue Art des Regulierens – innovations- sowie wettbewerbsfreundlich und vor allem vertrauensbasiert. Nur so entsteht der Freiraum für Wachstum, den unsere Unternehmen dringend benötigen. 

Entscheidend ist dabei nicht nur das Was, sondern auch das Wie: Viele Kommissionsvorschläge zur Wettbewerbsfähigkeit setzen auf das Prinzip `Mehr Staat, weniger Markt`. Doch die erfolgreichsten Wirtschaftsregionen der Welt zeigen, dass Wettbewerbsfähigkeit durch unternehmerische Dynamik entsteht, ermöglicht durch schnelle Genehmigungen, flexible Arbeitsmärkte und innovationsfreundliche Rahmenbedingungen. 

Europa steht im globalen Wettbewerb unter enormem Druck. Jetzt ist der Zeitpunkt für echte Reformen. Die europäischen Unternehmen brauchen verlässliche Rahmenbedingungen und mehr unternehmerische Freiheit, um den Standort Europa zu sichern.“ 

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Susanne Schraff

Pressesprecherin