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Digitales Ursprungszeugnis setzt sich in der Praxis durch

Das Digitale Ursprungszeugnis (dUZ) entwickelt sich zum Erfolgsprojekt: Acht Monate nach der bundesweiten Einführung am 15. September 2025 nutzen bereits rund 70 Prozent der antragstellenden Unternehmen das vollständig digitale Verfahren. Damit gehört das dUZ zu den erfolgreichsten aktuellen Digitalisierungsprojekten im Umfeld der deutschen Wirtschaft.

Für Deutschlands Exporteure bedeutet das digitale Ursprungszeugnis einen echten Durchbruch. Das unterstrich Volker Treier, Außenwirtschaftschef der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), bereits bei der Einführung im September 2025. "Es macht Exportgeschäfte schneller, sicherer und einfacher – ein Meilenstein auf dem Weg zu mehr Effizienz im internationalen Handel."

"Gerade in Zeiten komplexer Lieferketten und zunehmender Handelshemmnisse ist die Digitalisierung der Ursprungszeugnisse ein wichtiges Signal. Sie spart wertvolle Zeit, reduziert Aufwand und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit des Exportstandorts Deutschland."

Volker Treier am Geländer 2022

Dr. Volker Treier

-- Außenwirtschaftschef | Mitglied der Hauptgeschäftsführung

Seit der Einführung vor acht Monaten hat das Projekt viel Zuspruch erfahren: Insgesamt rund 70 Prozent der antragstellenden Unternehmen nutzen inzwischen das vollständig digitale Verfahren. In diesem stellen die 79 Industrie- und Handelskammern in Deutschland exportierenden Unternehmen Ursprungszeugnisse erstmals als vollständig digitale öffentliche Urkunden zur Verfügung. Die Lösung ersetzt den bisherigen papiergebundenen Ablauf und wird damit immer mehr zu einem Beispiel dafür, wie sich Verwaltungsprozesse durch konsequente Digitalisierung vereinfachen und beschleunigen lassen.

Vollständig digitaler Ablauf statt Medienbruch

Das neue Verfahren funktioniert nahtlos: Unternehmen beantragen das Ursprungszeugnis über die bewährte IHK-Anwendung eUZweb online, laden es nach der Ausstellung herunter und übermitteln es elektronisch an Behörden, Banken oder Geschäftspartner weltweit.

Die Urkunden erfüllen höchste rechtliche Anforderungen:

  • Digitale Unterschrift – rechtsverbindlich und fälschungssicher
  • Eindeutige Seriennummer – zur eindeutigen Identifikation
  • QR-Code und Prüfmechanismus – zur online verifizierbaren Authentifizierung

Damit entfallen Medienbrüche, Papierformulare sowie Post- oder Kurierwege vollständig. Die hohe Nutzungsquote unterstreicht den praktischen Mehrwert: Unternehmen sparen spürbar Zeit und Kosten, während digitale Signaturen und Verifizierungsmechanismen (https://cert.ihk.deeine sichere und transparente Prüfung durch Empfänger im In- und Ausland ermöglichen.

Politische Würdigung beim IHK-Tag

Das Projekt wurde kürzlich beim IHK-Tag der DIHK im Mai 2026 in Berlin vorgestellt. Dort informierte sich auch Bundeskanzler Friedrich Merz persönlich über die Anwendung und den Nutzen des digitalen Ursprungszeugnisses. Präsentiert wurde es von der IHK Koblenz und der IHK für München und Oberbayern gemeinsam mit der IHK-GfI und der DIHK – stellvertretend für alle 79 deutschen Industrie- und Handelskammern.

Struktureller Fortschritt statt bloße Digitalisierung

Das dUZ steht für mehr als die bloße Digitalisierung eines bestehenden Verfahrens. Es markiert einen strukturellen Fortschritt: Erstmals wird ein Ursprungszeugnis in Deutschland flächendeckend als vollständig digitale Urkunde bereitgestellt. In dieser Größenordnung – mehr als eine Million Urkunden pro Jahr – gehört die IHK-Organisation damit zu den noch wenigen Institutionen in Deutschland, die solch umfassende digitale Nachweise ausstellen.

Weitere Informationen zum digitalen Ursprungszeugnis: https://euz.ihk.de/euzweb.

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  • Außenwirtschaft

Ansprechpartner

Behm, Steffen_quad

Steffen Behm

Referatsleiter Zoll

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Julian Craven

Referatsleiter Zoll