24.04.2025 - "Die Lage der deutschen Wirtschaft ist ernst. Wenn die neue Bundesregierung nicht entschlossen und schnell gegensteuert, droht uns sogar ein deutliches drittes Rezessionsjahr in Folge. Die erratischen Zollankündigungen von US-Präsident Trump haben ohnehin unheilvolle Auswirkungen auf den Welthandel und damit auf einen Großteil der deutschen Wirtschaft. Auch wenn eine dreimonatige Zollpause für eine kurzfristige Atempause sorgt, sehen wir schon jetzt eine erhebliche zusätzliche Belastung der exportorientierten deutschen Unternehmen. Umso wichtiger ist deshalb, dass die künftige Bundesregierung den Vorwärtsgang einlegt und vor allem auf EU-Ebene Lösungen im Zollstreit mit den USA findet. Der Koalitionsvertrag bietet einige gute Ansätze, um den hiesigen Wirtschaftsstandort zu stärken, zum Beispiel der angekündigte umfangreiche Bürokratierückbau, die Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren, die Strompreissenkung, die steuerlichen Anreize durch schnellere Abschreibungen oder die schnellere Instandsetzung und der Ausbau der Infrastruktur. Ob diese Maßnahmen für eine Trendwende sorgen können, wird davon abhängen, wie konsequent die neue Regierung ihre Ankündigungen in Taten umsetzt. Nachhaltige Ansätze zur Begrenzung der Kosten- und Beitragsexplosion in den sozialen Sicherungssystemen sind leider nicht vorgesehen. Die Zeit drängt. Die Bundesregierung sollte noch vor der Sommerpause klare Signale für mehr unternehmerische Freiheit setzen und die Weichen auf Wachstum stellen."
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Veröffentlicht 24.04.2025
Aktualisiert 19.12.2025
Pressekontakt
Sven Ehling
Pressesprecher | Visuelle Kommunikation