Ein Feld mit Solarpanels und Windrädern

DIHK-Positionspapier: Beim Klimaschutz neue Wege ermöglichen

Warum braucht es eine Kurskorrektur in der Energiewende? Wie könnte ein neuer Weg in der Energiewende aussehen? Und was tut die deutsche Wirtschaft heute schon für mehr Klimaschutz? In einem Vollversammlungsbeschluss von März 2026 plädiert die DIHK unter anderem für international koordinierte Klimaziele, einen flexiblen Kohlendioxid-Budgetpfad und einen verlässlichen Emissionshandel.

Mit dem aktuellen Kurs in der Energiewende geraten viele Betriebe angesichts hoher Kosten, langer Verfahren, Unsicherheiten und international ungleicher Rahmenbedingungen an ihre Belastungsgrenzen. Das gefährdet auch das zwingend erforderliche Ziel der Klimaneutralität. Denn klar ist: Die Energiewende gelingt nur mit einer leistungsfähigen Wirtschaft. Investitionen in die Energiewende müssen erst an anderer Stelle erwirtschaftet werden.

"Die IHK-Organisation unterstützt weiter das Ziel der Klimaneutralität" heißt es in dem Ende November von der DIHK-Vollversammlung gefassten Beschluss. Um die Unternehmen auf dem Weg der Transformation nicht zu überfordern und die wirtschaftlichen Chancen besser nutzen zu können, brauche es jedoch einen Kurswechsel. 

Konkret plädiert die DIHK deshalb dafür, Klimaziele stärker international zu koordinieren und jahresscharfe Vorgaben in ein flexibleres CO2-Budget umzuwandeln. Die von der DIHK veröffentlichte Studie "Neue Wege für die Energiewende" zeigt, dass dies die Kosten der Energiewende senken kann. 

Die wichtigsten Punkte

  • International koordinierte Klimaziele
  • Budgetansatz statt jahresscharfer Ziele
  • Emissionshandel als zentrales Lenkungsinstrument
  • Anerkennung internationaler CO2-Minderungen
  • Staat als Rahmensetzer, nicht als Technologielenker

Wettbewerbsfähigkeit in Gefahr

Der Beschluss ist in den kommenden Monaten auch Basis für weitere Beratungen in den Industrie- und Handelskammern vor Ort. Er steht hier im Wortlaut zum Download zur Verfügung:

DIHK-Positionspapier "Klimaschutz effizienter erreichen und international abstimmen" (PDF, 206 KB)

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Schwerpunkte:
  • Klima

Ansprechpartner

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Dr. Sebastian Bolay

Bereichsleiter Energie, Umwelt, Industrie

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Julia Löffelholz

Pressesprecherin