DIHK veröffentlicht Baumonitor Beschleunigungspakt

DIHK: Länder müssen beim Beschleunigungspakt dranbleiben.

20.11.2025 - Zwei Jahre nach dem gemeinsamen Beschluss von Bund und Ländern zum sogenannten Beschleunigungspakt für schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren zeigt sich: Die Bundesländer haben in den vergangenen Monaten einige Anstrengungen unternommen, um ihre Bauordnungen zu modernisieren und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen. Dennoch hat laut einer aktuellen DIHK-Auswertung bisher kein einziges Bundesland sämtliche vereinbarten Maßnahmen im Baubereich vollständig umgesetzt. 

„Es gibt noch viel zu tun“, betont Achim Dercks, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der DIHK. „Auch wenn alle Länder grundsätzlich auf einem guten Weg sind, lässt das Tempo bei der Umsetzung deutlich zu wünschen übrig.“ 

Die Analyse der DIHK zeigt, dass bislang nur etwas mehr als die Hälfte der beschlossenen Verfahrensregeln aus dem Bund-Länder-Pakt in den jeweiligen Bauordnungen der Länder verankert wurde. Dabei könnten die Länder bei geschickter Umsetzung auch darüberhinausgehende Potenziale zur Beschleunigung nutzen.  

Laut DIHK-Analyse könnten rund zwei Drittel aller Regelungen noch optimiert werden. Das gilt insbesondere für kürzere Verfahrensfristen, bei denen es schon jetzt gute Beispiele gibt. Daran sollten sich die anderen Bundeslänger orientieren: So haben Baden-Württemberg, Hamburg und Berlin die Frist bis zur Genehmigungsentscheidung auf einen Monat verkürzt. Die meisten Bundesländer sehen dafür noch 3 Monate vor. Bayern, Nordrhein-Westfahlen und Sachsen verzichten wiederum beim Dachausbau mit Dachgauben oder Loggien ganz auf ein Genehmigungsverfahren. 

„Für einen echten Bauturbo reichen Sonderregelungen im Bundesrecht allein nicht aus“, so Dercks weiter. „Wir brauchen auch umfassende Erleichterungen in allen Landesbauordnungen. Die Länder sind gefordert, hier deutlich schneller zu werden.“ 

 

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Petra Blum

Pressesprecherin