05.11.2025 - „Die Bundesregierung hat den Bürokratieabbau endlich ganz oben auf die Agenda gesetzt. Das ist gut und überfällig. Die vorgelegten Eckpunkte können der Auftakt einer echten Reform unseres Bürokratie-Staates sein. Wir brauchen jetzt einen Befreiungsschlag. Die heute konkret beschlossenen Gesetzentwürfe sind da nur ein erster Schritt von vielen, um den Bürokratieberg spürbar abzutragen.
Denn Fakt ist: Die Bürokratiekosten für die Unternehmen betragen derzeit 64 Milliarden Euro pro Jahr laut Normenkontrollrat. Noch weitaus umfangreicher sind der durch Bürokratie entstehende Wertschöpfungsverlust - insgesamt 146 Milliarden Euro an Wirtschaftsleistung, die uns fehlt. Das sind drei Prozent unseres Bruttoinlandsproduktes und ein großes Potential für einen Wachstumsbooster. Mehr noch als die Kosten wirkt das mit den Vorschriften verbundene Misstrauen des Staates auf Unternehmerinnen und Unternehmer: Sie verlieren schlichtweg die Lust und Kraft, innovativ zu wirtschaften.
Deshalb müssen die Eckpunkte schnell und praxistauglich umgesetzt werden. Die Entlastungen müssen im Alltag der Unternehmen spürbar sein, wenn sich das Stimmungsbild in der Wirtschaft verbessern soll. Nur so kann Vertrauen in die Politik zurückkehren.
Besonders wichtig für die Unternehmen ist der ressortübergreifende Abbau der Bürokratiekosten in Höhe von 25 Prozent. An diesem Ziel müssen alle Ministerien mitarbeiten. Für alle EU-Regeln sollte zudem in Zukunft gelten: praxisnah umsetzen, ohne nationale Überregulierung. Bei der Digitalisierung müssen alle staatlichen Ebenen erreicht werden. Wir brauchen das Once-Only-Prinzip statt Mehrfachmeldungen in den Behörden. Insgesamt ist eine umfangreiche Verwaltungsmodernisierung notwendig, hin zu mehr Vertrauen und weniger Kontrolle.
Nur so schaffen wir die Wende weg von der erdrückenden Bürokratie, hin zu einem Umfeld, in dem Unternehmen wieder das tun können, was sie am besten können – Produkte und Dienstleistungen für die Menschen entwickeln.“
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Veröffentlicht 05.11.2025
Aktualisiert 18.12.2025
Pressekontakt
Dominik Ohlig
Pressesprecher – Chef vom Dienst