Reaktion von Volker Treier

Ein schwieriges Jahr für die Exportwirtschaft

DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier zu den aktuellen Exportzahlen

06.02.2026 - "Das Exportjahr 2025 war ein schwieriges Jahr. Die Ausfuhren in unseren bis dato wichtigsten Handelspartner, die Vereinigten Staaten von Amerika, sind um fast 10 Prozent gesunken. Auch die Exporte nach China, den anderen Wirtschaftsgiganten, sind erheblich geschrumpft - nach den bitteren Corona-Jahren ein weiteres Mal. Die positiv verlaufende Importentwicklung führt allerdings dazu, dass China die USA als Deutschlands wichtigsten internationalen Markt wieder überholt hat. Ein schwacher Trost! Immerhin mehren sich die Anzeichen, dass der Trend bei den deutschen Exporten zu Jahresende wieder nach oben weist. 

Das Gesamtjahr 2025 im deutschen Außenhandel wurde halbwegs gerettet, weil die Nachfrage aus den europäischen Ländern merklich angestiegen ist. Das zeigt, wie notwendig eine auf Wettbewerbsfähigkeit ausgerichtete deutsche und europäische Wirtschaftspolitik jetzt ist. Auch muss an der europäischen Resilienz und Souveränität gegenüber den Wirtschaftsschwergewichten gearbeitet werden. Dabei darf aber nicht aus dem Blick geraten, dass unser Wohlstand auf einem offenen Zugang zu Drittmärkten basiert. Umso wichtiger ist es, Tempo und Qualität bei den Freihandelsbestrebungen der Europäischen Union hochzuhalten."

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Sven Ehling

Pressesprecher | Visuelle Kommunikation