25.03.2026 - "Die Abstimmung im Europäischen Parlament ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Stabilität in den transatlantischen Handelsbeziehungen. Sie unterstreicht, dass Europa bereit ist, die Weiterentwicklung der Handelsbeziehungen mit den USA konstruktiv zu gestalten. Gerade für die exportstarke deutsche Wirtschaft sind klare Rahmenbedingungen und eine verbesserte Planungssicherheit von essenzieller Bedeutung.
Gleichzeitig bleibt die Lage für unsere Unternehmen angespannt. Die Einigung zwischen der EU und den USA vom August 2025 steht nach dem Urteil des Obersten US-Gerichts weiterhin auf einem unsicheren Fundament. Zudem belasten neue, unbegründete US-Handelsuntersuchungen gegenüber der EU das gegenseitige Vertrauen – deren mögliche Konsequenz in Form zusätzlicher Zölle scheint für viele Unternehmen bereits absehbar. Klar ist: Die EU manipuliert weder ihre Währung noch baut sie Überkapazitäten zum Schaden der USA auf oder verschafft sich durch Produkte aus Zwangsarbeit unfaire Wettbewerbsvorteile.
Trotz dieser andauernden Unsicherheiten und protektionistischer Tendenzen auf Seiten der USA sollte die EU weiterhin geschlossen und zugleich entschlossen handeln: Eine rasche Umsetzung des EU-US-Abkommens würde dazu beitragen, weitere Eskalationen zu begrenzen und insbesondere Verbesserungen bei den US-Stahl- und Aluminiumzöllen zu erreichen. Parallel dazu gilt es für die EU und die Bundesregierung, den Abbau strategischer Abhängigkeiten auch gegenüber den USA zur Priorität zu machen. Insofern müssen wir schnellstmöglich und mit Nachdruck europäische Antworten im Auf- und Ausbau der Sicherheitspolitik, bei allen digitalen Fragen sowie in der Verbesserung der allgemeinen Wettbewerbsbedingungen finden."
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Veröffentlicht 25.03.2026
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Susanne Schraff
Pressesprecherin