Reaktion von Volker Treier

Eine unnötige Eskalation im transatlantischen Handelskonflikt

DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier zu den neu angekündigten US-Zöllen

02.05.2026 "Die von US‑Präsident Donald Trump angekündigten Zölle markieren eine erneute und unnötige Eskalation im transatlantischen Handelskonflikt – zu einem Zeitpunkt, an dem deutsche und europäische Unternehmen bereits erheblich unter der Hochzollpolitik der Vereinigten Staaten leiden. Die erneute Eskalation zeigt leider, dass sich die Vereinigten Staaten zunehmend von der Rolle eines verlässlichen Handelspartners entfernen. Während die EU konstruktiv an der Implementierung des Turnberry‑Abkommens arbeitet, drohen die jüngsten Ankündigungen aus dem Weißen Haus, eben diesen Prozess in Gefahr zu bringen.

Die deutsche Wirtschaft ist dabei auf verlässliche und stabile Rahmenbedingungen im transatlantischen Handel angewiesen.

Die neuen Zölle wären ein weiterer Schlag ins Kontor unserer Exporteure und das, nachdem unsere Ausfuhren in die USA 2025 bereits um fast 10 Prozent zurückgegangen sind. 

In dieser Situation muss die Europäische Union geschlossen, souverän und entschlossen auftreten. Sie sollte den Implementierungsprozess unbeirrt fortsetzen und gleichzeitig geschlossen klarstellen, dass einseitige Eskalationen nicht ohne Reaktion bleiben. Gleichzeitig sollten andere Handelspartnerschaften - wie durch das gerade in Kraft getretene Mercosur aktiv ausgebaut werden."

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Sven Ehling

Pressesprecher | Visuelle Kommunikation