09.06.2026 - „Die deutschen Ausfuhren nehmen leicht zu, aber nur auf dem Papier. Die kriegsbedingt gestiegenen Öl-, Gas- und Rohstoffkosten blähen die Ex- und Importpreise auf. Real legen die Ausfuhren kaum zu. Auch die Produktion im Verarbeitenden Gewerbe kommt nicht vom Fleck, sie liegt nun auf dem niedrigsten Stand seit neun Monaten.
Die Folgen des Kriegs im Nahen Osten belasten deutsche Exporteure. Zusätzlich verringern strukturelle Probleme im Inland die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Für das Gesamtjahr ist allenfalls mit einer Stagnation der Exporte zu rechnen. Besonders die Ausfuhren in unseren größten Absatzmarkt, den Vereinigten Staaten, liegen derzeit um 13 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Der US-Markt ist unter dem Strich gesehen aufgrund der US-Handelspolitik weniger attraktiv für deutsche Unternehmen geworden – vor allem aus Sicht der Exporteure. Das gilt aber auch für die Vielzahl deutscher Unternehmen, die in den Staaten vor Ort produzieren, gleichzeitig aber auf internationale Lieferketten angewiesen sind.“
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Veröffentlicht 09.06.2026
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Sven Ehling
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