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Fachkräftemangel: Wirtschaft setzt auf Teilqualifikationen als ein Schlüsselinstrument

Schulterschluss von Wirtschaft, Gewerkschaften und Politik soll Nachqualifizierung schneller und verbindlicher machen – Netzwerkveranstaltung in Berlin

Angesichts wachsender Fachkräfteengpässe setzt die Wirtschaft verstärkt auf Teilqualifikationen (TQ) als pragmatischen Lösungsansatz: Auf der Veranstaltung "Fachkräfteentwicklung durch Nachqualifizierung: Teilqualifikationen als Wegbereiter" am 18. Juni in Berlin haben führende Vertreter aus Wirtschaft, Politik und der Bundesagentur für Arbeit sowie Sozialpartner den Erfolg von Teilqualifikationen und einen bundesweiten Rahmen als wichtigen Schritt zum Gelingen der Fachkräftesicherung gewürdigt.

Livestream zur Konferenz

Aktuell und noch bis 16 Uhr können Sie die Veranstaltung "Fachkräfteentwicklung durch Nachqualifizierung: Teilqualifikationen als Wegbereiter"  hier im Livestream mitverfolgen.

Unternehmen brauchen qualifizierte Fachkräfte

Der Handlungsdruck ist hoch: Viele Betriebe finden bereits heute nicht ausreichend qualifiziertes Personal – gleichzeitig verfügen 2,2 Millionen junge Erwachsene im Alter von 25 bis 34 Jahren in Deutschland über keinen Berufsabschluss. Teilqualifikationen sind ein Weg, diese Lücke zu schließen, indem sie Qualifizierung schrittweise, praxisnah und schneller umsetzbar machen. Für Unternehmen bieten Teilqualifikationen einen doppelten Vorteil. Sie ermöglichen die gezielte Weiterqualifizierung von Beschäftigten und erschließen gleichzeitig neue Fachkräftepotenziale.

Politische Rückendeckung für wirtschaftsnahes Instrument

Ein zentrales Signal ging von Dr. Petra Bahr aus, Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ). Im Gespräch unterstrich sie die Bedeutung von Nachqualifizierung für Wettbewerbsfähigkeit und Transformation der Wirtschaft.

Praxis zeigt: TQ funktioniert – über alle Branchen hinweg

Der Erfolg von Teilqualifikationen ist auch in der Praxis sichtbar. Auf der Veranstaltung berichteten Vertreter von kleinen und mittleren sowie großen Unternehmen von ihren positiven Erfahrungen – ebenso Teilnehmende, die über Teilqualifikationen den Weg zum Berufsabschluss geschafft haben.

Gemeinsamer Kurs von Wirtschaft und Sozialpartnern

Die Netzwerkveranstaltung – organisiert von vier vom BMBFSFJ geförderten TQ-Projekten angesiedelt bei der DIHK Service GmbH, den Bildungswerken der Wirtschaft, dem Bundesinstitut für Berufsbildung sowie der Zentralstelle für Weiterbildung im Handwerk – gab den Ausblick, dass Wirtschaft und Sozialpartner künftig enger zusammenarbeiten wollen, um Nachqualifizierung über Teilqualifikationen systematisch auszubauen.

Nico Schönefeldt

Nico Schönefeldt


"Teilqualifikationen verbinden wirtschaftliche Bedarfe mit individuellen Chancen. Dass Wirtschaft, Sozialpartner und Politik hier an einem Strang ziehen, ist ein starkes Signal. So können wir gemeinsam mehr Menschen für qualifizierte Beschäftigung gewinnen", sagte Nico Schönefeldt, Leiter des Bereichs Ausbildung bei der DIHK.

Fazit: Mehr Tempo und Verbindlichkeit gefragt

Zugleich wurde klar, dass einheitliche Standards entscheidend sind, um das Instrument flächendeckend und für Unternehmen verlässlich nutzen zu können. Im vergangenen Jahr positionierten sich dafür gemeinsam zentrale Akteure für die Unterstützung von Teilqualifikationen und verabredeten einen bundesweiten Rahmen für deren Umsetzung. Damit sind wichtige Voraussetzungen geschaffen, abschlussorientierte Nachqualifizierung schneller in die Fläche und zum Erfolg zu bringen. Für viele Unternehmen geht es nun vor allem um Tempo in der Umsetzung.

Die Botschaft aus Berlin ist deutlich: Wer Fachkräfte sichern will, muss Qualifizierung weiterdenken – und auch Teilqualifikationen konsequent nutzen.

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Pressekontakt

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Laura Willikonsky

Projektmitarbeiterin Chancen nutzen! Mit Teilqualifikationen Richtung Berufsabschluss

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Dominik Ohlig

Pressesprecher – Chef vom Dienst