03.06.2026 - „Die neuen Zolldrohungen der USA wirken wie ein Versuch, die gerichtlich gestoppten Zölle auf anderem Wege durchzusetzen. Neben der gestern abgeschlossenen Untersuchung laufen weitere Verfahren zu angeblichen industriellen Überkapazitäten der EU. Das schafft keine Lösungen, sondern vor allem neue Unsicherheit – auf beiden Seiten des Atlantiks.
Die EU und die Bundesregierung sollten diesen Vorwürfen gegenüber Europa entschieden entgegentreten. Zusätzliche Zölle stehen im Widerspruch zu den Verpflichtungen der USA in der Welthandelsorganisation und untergraben die Bemühungen um verlässlichere transatlantische Wirtschaftsbeziehungen. Das gilt auch für Zolldrohungen, die mit angeblichen europäischen Überkapazitäten begründet werden. Für Unternehmen bedeutet jede neue Zollinitiative vor allem eines: noch mehr Verwirrung und weniger Planbarkeit im transatlantischen Geschäft.
Gerade beim Kampf gegen Zwangsarbeit sollten die USA und die EU an einem Strang ziehen. Die EU hat mit dem Verbot von Produkten aus Zwangsarbeit bereits einen weitreichenden Rechtsrahmen geschaffen und hohe Standards für verantwortungsvolle Lieferketten gesetzt. Statt immer neuer Zollkonflikte sollten beide Seiten ihre Anstrengungen bündeln und diese Standards gemeinsam durchsetzen. Das stärkt fairen Wettbewerb wirksamer als zusätzliche Handelsbarrieren.“
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Veröffentlicht 03.06.2026
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Julia Fellinger
Pressesprecherin