Flughafentower und Überwachungskamera

AGILE: Konsultation zu neuem EU-Programm für schnelle Verteidigungsinnovation

Innovative Lösungen – insbesondere von Start-ups, Scale-ups und KMU – sollen deutlich schneller und flexibler zur Einsatzreife gebracht werden. Auch soll das Instrument AGILE die grenzüberschreitende Kooperation von Mitgliedsstaaten im Bereich der Verteidigungsinnovationen erleichtern.

Die EU-Kommission hat einen Call for Evidence zum geplanten "Programme for Agile and Rapid Defence Innovation (AGILE)" veröffentlicht. AGILE ist Teil der EU Roadmap zur Transformation der Verteidigungsindustrie und soll als neues Förderinstrument Verteidigungsinnovationen in Europa spürbar beschleunigen. Unternehmen können bis 17. März über das Have your Say-Portal Stellung nehmen.

Hintergrund ist die Einschätzung der Kommission, dass bestehende EU-Instrumente – etwa im Rahmen des Europäischen Verteidigungsfonds – häufig zu lange Entscheidungs- und Bewilligungsprozesse haben. AGILE soll hier ansetzen und Förderentscheidungen innerhalb von rund vier Monaten ermöglichen. Im Mittelpunkt stehen marktorientierte, technologisch weit entwickelte Lösungen, die kurzfristig zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit beitragen können. Gleichzeitig soll das Programm grenzüberschreitende Zusammenarbeit erleichtern und Synergien zwischen zivilen und militärischen Technologien – etwa in Bereichen wie KI, Robotik oder Cybersicherheit – stärker nutzen.

Unternehmen haben im Rahmen dieser EU-Sondierung die Möglichkeit, Anforderungen, Hemmnisse und Verbesserungsvorschläge frühzeitig einzubringen – insbesondere mit Blick auf administrative Belastungen, Finanzierungshürden und den Zugang zu Verteidigungsaufträgen. AGILE ist zunächst als einjähriges Pilotinstrument innerhalb des laufenden EU-Haushalts vorgesehen und soll Erkenntnisse für die Ausgestaltung künftiger Programme ab 2028 liefern. 

Ansprechpartner

Kramer, Lorenz_quad

Lorenz Kramer

Referatsleiter Wirtschaft in Europa

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Benjamin Baykal

Referatsleiter Verteidigungspolitik, Kooperation mit der Bundeswehr

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Thorben Petri

Referatsleiter Europäische Wirtschaftspolitik