Strukturgewebe

EU-Kommission erhält wissenschaftliche Empfehlungen zum "Advanced Materials"

Die EU-Kommission hat eine neue wissenschaftliche Stellungnahme zu sogenannten "Advanced Materials" veröffentlicht – hochinnovative Materialien beziehungsweise Werkstoffe mit gezielt entwickelten Eigenschaften, die zentrale Anwendungen in Industrie, Energie, Mobilität oder Elektronik ermöglichen.

Der Bericht dient als strategisches Fundament für den kommenden „Advanced Materials Act“, der für das vierte Quartal 2026 erwartet wird. Er unterstreicht die wachsende Bedeutung dieser Materialien für Wettbewerbsfähigkeit, strategische Autonomie und industrielle Wertschöpfung in Europa. 

Zugleich identifiziert der Bericht zentrale Herausforderungen: Trotz starker Forschung stößt Europa beim Übergang von der Entwicklung zur industriellen Anwendung im Bereich fortgeschrittener Werkstoffe auf strukturelle Hürden – etwa fragmentierte Daten, fehlende Standards und eine unzureichende Verzahnung von Forschung und Marktanwendung. Für Unternehmen bedeutet dies bislang häufig längere Entwicklungszeiten, höhere Kosten und Unsicherheiten bei Markteinführung und Skalierung. 

Die Empfehlungen des Berichts zielen daher insbesondere auf schnellere Markteinführung und bessere industrielle Nutzung ab: Vorgeschlagen werden unter anderem der Ausbau gemeinsamer Datenräume und der Einsatz von KI zur Beschleunigung von Forschungs- und Innovationsprozessen, klare Standards zur Unterstützung von Forschungssicherheit und Nachhaltigkeit sowie stärkere Kooperationen zwischen Industrie und Forschung. Gleichzeitig soll die Koordination entlang der gesamten Wertschöpfungskette verbessert werden, um Innovationen schneller in marktfähige Produkte zu überführen. Für Unternehmen könnten sich daraus künftig bessere sektorspezifische Rahmenbedingungen für Investitionen, Innovation und Skalierung hochinnovativer Materialien ergeben.

Ansprechpartner

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Lorenz Kramer

Referatsleiter Wirtschaft in Europa