30.03.2026 - “Die Spirale steigender Lohnzusatzkosten muss dringend gestoppt werden. Schon heute sind steigende Arbeitskosten laut unseren Umfragen das größte Geschäftsrisiko für die Unternehmen in Deutschland. Gleichzeitig steigen die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung weiter – ohne Reformen werden die Gesundheitsausgaben im kommenden Jahr erneut deutlich steigen.
Vor diesem Hintergrund ist die Zielrichtung der Finanzkommission Gesundheit richtig: Reformen sind überfällig. Die GKV braucht eine Entlastung von versicherungsfremden Leistungen, mehr Prävention und stärkere Eigenverantwortung der Versicherten. Richtig ist auch, dass stabile Einnahmen vor allem durch einen stabilen Arbeitsmarkt entstehen, deshalb sind eine höhere Beschäftigung und Empfehlungen zum Abbau negativer Arbeitsanreize unverzichtbar.
Klar ist ebenso, dass die Einsparungen nicht die wirtschaftlichen Grundlagen der Gesundheitswirtschaft gefährden dürfen. Die Branche mit ihren innovativen Pharma-, Medizintechnik-, E-Health- und Hilfsmittelherstellern sowie ihren Gesundheitsdienstleistern ist ein tragender Pfeiler der deutschen Wirtschaft. Umso bedenklicher ist es, dass allein die Leistungserbringer und Hersteller 45 Prozent der angestrebten Einsparungen schultern sollen.
Deshalb braucht es über kurzfristige Maßnahmen hinaus echte Strukturreformen: weniger Bürokratie, mehr Wettbewerb, konsequente Digitalisierung und die Stärkung von Innovationen. Nur so lassen sich Beiträge stabilisieren, eine verlässliche Versorgung sichern und Wachstumschancen erhalten.”
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Veröffentlicht 30.03.2026
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Dominik Ohlig
Pressesprecher – Chef vom Dienst