Reaktion von Volker Treier

Schweiz und EU unterzeichnen Abkommenspaket

Dazu sagt DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier

Bundespräsident Guy Parmelin und die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen werden am Montag, 2. März 2026, die Abkommen des Pakets Schweiz–EU (Bilaterale III) in Brüssel unterzeichnen.

02.03.2026 - “Für die deutsche Wirtschaft muss das Abkommenspaket zwischen der EU und der Schweiz ausdrücklich positiv bewertet werden. Es stärkt die Zusammenarbeit im Strombinnenmarkt, im Luft- und Landverkehr, bei der Freizügigkeit, der Konformitätsbewertung und im Agrarhandel – und baut damit konkrete Handelshemmnisse ab.  

Auch der Wiederbeitritt der Schweiz zum Studentenaustauschprogramm Erasmus+ und zu EU-Forschungsprogrammen wie Horizon ist ein starkes Signal. Wissenschaftliche Kooperation, Innovation und Fachkräfteaustausch sind zentrale Pfeiler unserer Wettbewerbsfähigkeit.  

Klar ist aber auch: Das darf nicht der Schlusspunkt sein. Das Handelsabkommen aus den 1970er Jahren muss endlich modernisiert, der Dienstleistungshandel spürbar erleichtert und die Zusammenarbeit bei der Wirtschaftssicherheit vertieft werden. Deutschland kann zudem bei einem entschlossenen Ausbau der Rheinschiene einen wichtigen Beitrag zur besseren europäischen Anbindung der Schweiz leisten. 

Gerade in Zeiten wachsender geopolitischer Spannungen braucht es stabile und verlässliche Rahmenbedingungen in Europa. Die EU ist der wichtigste Handelspartner der Schweiz, die Schweiz der viertgrößte der EU – Deutschland ihr mit Abstand bedeutendster europäischer Partner. Diese enge Verflechtung verlangt nach Klarheit und Tempo. Deshalb sollte das Abkommenspaket auf beiden Seiten zügig ratifiziert werden. In einer zunehmend entkoppelten Weltwirtschaft sind planbare Handelsbeziehungen ein entscheidender Standortfaktor.“  

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Julia Fellinger

Pressesprecherin