Die geopolitischen Spannungen und die zunehmende strategische Rivalität zwischen den USA und China führen zu einer stärkeren politisch motivierten Nutzung wirtschaftlicher Abhängigkeiten. Auch Unternehmen in Deutschland sind dadurch wachsenden Risiken ausgesetzt – etwa bei kritischen Rohstoffen oder durch handelspolitischen Druck.
Vor diesem Hintergrund gewinnt Wirtschaftssicherheit als strategische Aufgabe für Deutschland und Europa deutlich an Bedeutung. Ziel muss es sein, die wirtschaftliche Resilienz zu stärken, ohne die Offenheit der Märkte oder die unternehmerische Freiheit zu gefährden. Den Paradigmenwechsel in der EU hin zu einem proaktiven Ansatz beim Thema Wirtschaftssicherheit schätzt die DIHK deshalb als unterstützenswert ein. In ihrem Impulspapier "Strategien zur Wirtschaftssicherheit" hebt die DIHK die aus ihrer Sicht wichtigsten Punkte hervor.
Wirtschaftssicherheit: ein strategischer Ansatz
Wirtschaftssicherheit bedeutet, Risiken frühzeitig zu erkennen, Abhängigkeiten zu reduzieren und die wirtschaftliche Handlungsfähigkeit langfristig zu sichern. Sie ist damit keine rein defensive Schutzpolitik, sondern eine aktive Gestaltungsaufgabe.
Entscheidend ist dabei ein ausgewogener Ansatz, der Sicherheit, Offenheit und Wettbewerbsfähigkeit miteinander verbindet.
Die EU-Strategie zur Wirtschaftssicherheit sollte sich nach Einschätzung der DIHK an drei klaren Leitlinien orientieren:
Leitprinzipien
Downloads
DIHK-Impulspapier: Strategien zur Wirtschaftssicherheit (PDF, 1 MB)
DIHK-Paper: Recommendations: Economic security strategies (PDF, 1 MB)
- Relevant im Themenfeld:
- Wirtschafts- und Finanzpolitik
- Schwerpunkte:
-
- Außenwirtschaft
Veröffentlicht 28.04.2026
Ansprechpartner
Phillip Flore
Referatsleiter Lieferkettendiversifizierung
Klemens Kober
Referatsleiter Handelspolitik, transatlantische Beziehungen und EU-Zollfragen
Katharina Neckel
Referatsleiterin Außenwirtschaftsrecht, Handelsvereinfachungen