06.07.2026 - „Die Haushaltsentwicklung bereitet den Unternehmen Sorge. Die Ausgaben steigen in den kommenden Jahren um durchschnittlich fünf Prozent pro Jahr, das ist deutlich stärker als in der Vergangenheit mit drei bis vier Prozent. Die Steuereinnahmen wachsen im gleichen Zeitraum nur halb so schnell, nämlich um rund drei Prozent pro Jahr. Ohne wirtschaftliches Wachstum können die Einnahmen mit dieser Dynamik nicht Schritt halten.
Die Folge ist ein weiterer Anstieg der Staatsverschuldung, auch wenn ein großer Anteil der geplanten Kredite in Verteidigungsfähigkeit und die Resilienz des Wirtschaftsstandortes fließt. Der Anstieg der Zinsausgaben bis 2030 ist ein Alarmsignal. Bis Ende des Jahrzehnts sind dafür 81 Milliarden Euro jährlich eingeplant, das entspricht 13 Prozent des gesamten Haushalts.
Soziales, Verteidigung und Zinsen werden bis 2030 zusammen bereits 80 Prozent des Haushaltes binden. Für wachstumsrelevante Ausgaben bleibt damit kaum Spielraum. Hier muss die Bundesregierung gegensteuern. Aus Sicht der Unternehmen führt der Weg über niedrigere Energiekosten, eine geringere Steuerbelastung sowie mehr Wachstum induzierende Investitionen in Bereiche wie Verkehr, Forschung und Entwicklung sowie den Ausbau von Netzen und Dateninfrastrukturen.“
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Veröffentlicht 06.07.2026
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Sven Ehling
Pressesprecher | Visuelle Kommunikation