27.05.2026 - „Die EU investiert bisher mit 2,2 % des BIP weiterhin deutlich weniger in Forschung und Entwicklung als andere Industrieregionen. Japan oder die USA weisen beispielweise (3,7%) respektive (3,5 %) auf. Ein stärkeres und wirksames 10. EU-Forschungsrahmenprogramm ist daher für die Zukunft des Standorts Europa essenziell. Die Wirtschaft erwartet daher vom Wettbewerbsfähigkeitsrat ein klares Signal: für eine bessere finanzielle Ausstattung von FP10 und für ein eigenständiges Programm neben dem Europäischen Wettbewerbsfähigkeitsfonds.
Bezüglich der Prozesse hat das Europäische Parlament wertvolle Impulse für mehr Praxisbezug gesetzt: Politik sollte strategische Prioritäten definieren – die konkrete Ausgestaltung von Ausschreibungen und Arbeitsprogrammen jedoch stärker unabhängigen Expertinnen und Experten überlassen. So können Förderprogramme schneller auf technologische Entwicklungen reagieren und besser am tatsächlichen Bedarf von Forschung und Wirtschaft ausgerichtet werden.
Gerade in dynamischen Technologiefeldern brauchen Unternehmen technologieoffene Ausschreibungen, die Innovationen ermöglichen, statt sie durch zu viele Detailvorgaben einzuengen. Ebenso entscheidend sind schnellere Verfahren, weniger Bürokratie und eine engere Verzahnung von Forschung, Anwendung und Skalierung.
Die Mitgliedstaaten und die Bundesregierung sind aufgefordert, engagiert zu verhandeln und FP10 zu dem zu machen, was Europa braucht: ein leistungsfähiges, praxisnahes und wettbewerbsorientiertes Innovationsinstrument.“
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Veröffentlicht 27.05.2026
Pressekontakt
Susanne Schraff
Pressesprecherin