Porträtfoto Simon Schoop

Warum Change Management heute unverzichtbar ist

Wie Unternehmen digitale Veränderungsprozesse und KI-getriebene Innovation erfolgreich angehen können, vermitteln die IHK-Online-Zertifikatslehrgänge "Digital Change Manager" und "Digitaler Innovations- und Produktmanager". Trainer Simon Schoop (Foto links) erklärt, warum beide Formate aktueller denn je sind – und welchen praktischen Nutzen sie bieten.

Herr Schoop, was macht die beiden Online-Zertifikatslehrgänge heute besonders relevant?

Der Bedarf, sich mit digitalem Wandel zu befassen, ist heute größer als bei der Entwicklung der Lehrgänge in den 2010er-Jahren. Corona war ein wichtiger Auslöser: Viele Unternehmen haben erkannt, wie entscheidend ein professioneller Umgang mit Veränderungen für Zusammen­arbeit und Unternehmenserfolg ist.

Warum ist Change, also Veränderung, heute wichtiger denn je?

KI ist Change. Ohne Veränderung gelingt keine erfolgreiche KI-Nutzung. KI beschleunigt Entwicklungen und erhöht den Druck auf Prozesse und Organisationen. Unternehmen profitieren nur, wenn Mitarbeitende diese Veränderungen verstehen und aktiv mitgestalten. Deshalb müssen Mensch, Technologie und Organisation gemeinsam gedacht werden – sonst verpuffen Innovationen.

Welche konkrete Rolle spielt Innovation dabei?

Innovation wird heute oft mit KI verbunden – ob bei neuen Produkten, Services oder effizienteren Abläufen. KI beschleunigt Recherche und Informationsaufbereitung, wovon Handwerk, Mittelstand und Dienstleister gleichermaßen profitieren. Entscheidend ist jedoch ein sicherer, datenschutzkonformer Einsatz: Unternehmen sollten klare Regeln festlegen, um vertrauliche Daten zu schützen. Und auch ohne KI lassen sich Prozesse durch digitale Automatisierungen vereinfachen, etwa mit strukturierten Workflows oder automatisch erzeugten Dokumenten.

So profitieren Unternehmen von den Lehrgängen

Wie gelingt Unternehmen ein sicherer und sinnvoller Einstieg in die KI-Nutzung?

Viele Betriebe stehen vor der Frage, wie sie KI strukturiert und verantwortungsvoll einführen können. Viele Unternehmen beginnen mit Tools wie ChatGPT oder Microsoft Copilot – mit beiden arbeiten wir in den Online-­Zertifikatslehrgängen intensiv. Grundlagen wie gutes Prompten, also das Formulieren klarer Anweisungen, sowie Wissen über Potenziale und Risiken sind zentral. In Gruppenarbeiten sammeln Teilnehmende praktische Erfahrung und entwickeln einen sicheren, alltagstauglichen Umgang. Gleichzeitig lassen sich alle Aufgaben in den Online-Zertifikatslehrgängen auch ohne KI lösen – wichtig für Betriebe, in denen der Einsatz noch nicht erlaubt ist.

Wie wurde der "Digital Change Manager" im Hinblick auf KI weiterentwickelt?

KI ist der stärkste Auslöser für Veränderungen unserer Zeit. Digitale Automatisierung verändert Abläufe, Geschäftsmodelle und Services – und fordert Mitarbeitende heraus, neue Arbeitsweisen zu erproben und Verantwortung anders zu verteilen. Das betrifft den Unternehmens­alltag im Handwerk ebenso wie im Mittelstand oder in der Industrie. Praxisnahe Szenarien zeigen, wie Unternehmen solche Veränderungen strukturieren, Akzeptanz fördern und Teams sicher begleiten.

Für diese Unternehmen eignen sich die Lehrgänge

Wer profitiert von den Formaten?

Im Grunde alle Branchen: Handwerk, Dienstleistungen und Industrie. Am Hochlohnstandort Deutschland sind Innovations- und Qualitätsführerschaft entscheidend. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig: vom Handwerksbetrieb mit Online-Shop über Industrieunternehmen, die durch automatisierte Prozesse höhere Erträge erzielen, bis zum Dienstleister, der KI-gestützt individueller berät. Entscheidend ist, digitale Werk­zeuge strukturiert und praxis­nah in den Arbeitsalltag zu übertragen.

KI erfolgreich einführen: Das Wichtigste auf einen Blick

IHK-Berufsbildungsmagazin POSITION

Dieser Beitrag ist Bestandteil der Sommersausgabe des IHK-Berufsbildungsmagazins POSITION, die am 15. Juli erscheint.

Das Magazin richtet sich vor allem an Ausbildende, Prüferinnen und Prüfer sowie Personalverantwortliche in den IHK-Mitgliedsunternehmen.

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Schwerpunkte:
  • Position - Magazin für Ausbilder
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Autoren

Porträtfoto Jutta Verhoog

Jutta Verhoog

Projektreferentin bei der DIHK-Bildungs-gGmbH

Stefan Layh

Stefan Layh