Vor dem Hintergrund der aktuellen Energiekrise und mit Blick auf die politisch angestrebte Klimaneutralität bis 2045 sind Wasserstoff und seine Derivate ein wichtiger Teil der Lösung, wenn sie in ausreichender Menge und zu wettbewerbsfähigen Preisen produziert beziehungsweise importiert werden können. Denn Wasserstoff hat den großen Vorteil, über größere Distanzen transportiert und über längere Zeiträume gespeichert werden zu können und bietet sich damit als Ergänzung zu den erneuerbaren Energiequellen an. Zudem ist er geeignet, Gas in Hochtemperaturprozessen zu ersetzen.
Insbesondere in den energieintensiven Branchen, die heute viel Gas oder Kohle einsetzen, besteht ein großes Interesse am Einsatz von Wasserstoff für eine klimaneutrale Produktion. So deckte Erdgas im Jahre 2021 knapp 34 Prozent des Endenergieverbrauches in den Sektoren Industrie und Gewerbe/Handel/Dienstleistung ab und war somit der wichtigste Energieträger für die Prozesswärme. Daneben wird Wasserstoff auch in der Stromerzeugung und im Transport eine wichtige Rolle spielen und gegebenenfalls auch im Bereich der Raumwärme zum Einsatz kommen.
Damit der Wasserstoffhochlauf in Deutschland mit dem nötigen Tempo voranschreiten kann, sind aber die richtigen Rahmenbedingungen notwendig. Im Kern geht es aus Sicht der gewerblichen Wirtschaft dabei um folgende Punkte:
Fünf Ansätze
Positionspapier von 2020
Ideen für einen schnellen Markthochlauf hat die DIHK im Rahmen der Nationalen Wasserstoffstrategie bereits Mitte 2020 in einem Positionspapier formuliert:
Ein Markt für Wasserstoff – Leitlinien des DIHK
- Relevant im Themenfeld:
- Energie
- Schwerpunkte:
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- Wasserstoff
- Klima
- Lieferketten
- Infrastruktur
Veröffentlicht 10.02.2023
Aktualisiert 29.12.2025
Ansprechpartner
Louise Maizières
Referatsleiterin für Wasserstoff und internationale Energiepartnerschaften
Lukas Littmann
Referatsleiter Innovationspolitik